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Dani Alves (l.) markierte gegen Südafrika kurz vor Schluss den Siegtreffer © getty

Nachdem sich Brasilien gegen Südafrika lange vergebens mühte, lässt ein Geistesblitz von Carlos Dunga Brasilien träumen.

München - Die "Selecao" sang und tanzte Samba in den Katakomben, Trainer Dunga freute sich über sein goldenes Händchen und Joker Dani Alves kullerten nach seinem Last-Minute-Siegtreffer die Freudentränen über das Gesicht:

Trotz des mühsamen 1:0 (0:0) im Halbfinale des Confed Cups gegen Gastgeber Südafrika (zum Nachbericht) herrschte beim fünfmaligen Weltmeister ausgelassene Party-Stimmung.

"Gott hat mich mit dem Tor beschenkt. Ich habe schon beim Warmlaufen von so einem Freistoß geträumt", sagte Torschütze Alves, der mit einem fabelhaften Freistoßtreffer in der 88. Minute den Endspiel-Traum von Millionen von Südafrikanern beendete. (DATENCENTER: Spielplan Confed Cup)

Löw: "Brasilien ist Favorit"

Alves steht nach dem Gewinn von Meisterschaft und Champions League mit dem FC Barcelona vor seinem dritten Titelgewinn innerhalb von nur wenigen Wochen.

Im Duell zwischen Süd- und Nordamerika treffen im Endspiel des WM-Vorbereitungsturniers am Sonntag (ab 20.15 Uhr LIVE, und live im DSF) in Johannesburg Brasilien und Überraschungsfinalist USA aufeinander.

"Ich denke schon, dass die Brasilianer Favorit sind", sagte Bundestrainer Joachim Löw.

Die stärkste Mannschaft beim Confed-Cup war für den 49-Jährigen aber überraschend Europameister Spanien:

"Sicherlich demonstrieren auch die Brasilianer ihre außerordentliche Klasse, aber von der gesamten Spielanlage sind die Spanier noch einen Tick besser. Das Halbfinale Südafrika gegen Brasilien hätte auch anders laufen können."

Kleines Finale in Rustenburg

Mit einem Sieg gegen Südafrika im Spiel um Platz drei können die Iberer Löw am Sonntag in Rustenburg (ab 14.45 Uhr LIVE, und live im DSF) bestätigen und die europäische Ehre zumindest ein wenig retten.

Nach dem peinlichen Vorrunden-Aus von Weltmeister Italien und dem Halbfinal-K.o. der Spanier gegen die USA (0:2) ist das Ansehen der Teams aus Europa angekratzt.

"Wir müssen wieder bei Null anfangen", meinte Spaniens Star-Angreifer Fernando Torres.

Brasiliens dritter Streich?

Dagegen wollen vor allem die Brasilianer ein Jahr vor WM-Beginn mit einem Sieg im Endspiel gegen Außenseiter USA eine weltweite Duftmarke hinterlassen.

Für die Samba-Kicker wäre es der dritte Confed-Cup-Titel nach 1997 und 2005.

"Wir wollen das Finale unbedingt gewinnen. Aber das Spiel gegen die USA wird sicher nicht leichter als die Partie gegen Südafrika. Wir müssen uns gut auf den Gegner vorbereiten", sagte Dunga.

Dungas Geistesblitz

Der in der Heimat oftmals für seinen defensiven Spielstil in der Kritik stehende Coach durfte sich nach dem Zittersieg gegen die "Bafana Bafana" erstmals richtig feiern lassen.

In der 82. Minute hatte der ehemalige Profi von Bundesligist VfB Stuttgart den genialen Geistesblitz, Barcelonas Außenverteidiger Alves ins Spiel zu werfen. 121937 (Die Bilder des Halbfinals)

Und der dankte es seinem Trainer mit einem absoluten Traumtor.

Dungas ganz persönlicher Sieg

"Er hatte schon vor seiner Einwechslung den Glanz in seinen Augen. Das Spiel war insgesamt sehr ausgeglichen. Deshalb dachte ich mir, wir brauchen einen schnellen, aggressiven Spieler, der zudem auch gute Freistöße schießen kann", sagte Dunga.

Der Ex-Stuttgarter verbuchte zudem auch einen persönlichen Sieg gegen Südafrikas brasilianischen Coach Joel Santana.

Finalpremiere für US-Boys

Während Brasilien die Tage bis zum Endspiel vor allem mit Regenerationsmaßnahmen und aktiver Erholung bestreiten will, können die US-Amerikaner vor dem Finale vor Aufregung kaum noch schlafen.

"Für den US-Fußball ist unsere erste Final-Teilnahme bei einem so großen Turnier eine Wahnsinns-Sache. Wir waren vor dem Ägypten-Spiel ja schon ausgeschieden, sind dann aber emporgestiegen wie Phönix aus der Asche. Jetzt wollen wir im Finale unsere Fans endgültig zum Ausflippen bringen und den Sieg holen", sagte Clint Dempsey.

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