Der Weltfußball-Verband FIFA drückt ein Auge zu und betrachtet die WM-Generalprobe in Brasilien als "bestanden". Beim brasilianischen Kabelsender "SporTV" gestand Generalsekretär Jerome Valcke: "Natürlich liegt noch viel Arbeit vor uns. 20 Prozent der Dinge funktionieren beim Confed Cup noch nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben."

Der Franzose zählte die Abholung der Tickets, die Unterkünfte sowie Probleme mit dem Wasser in einigen Stadien als verbesserungswürdig auf. "Aber nichts Unnormales für ein Test-Event", so Valcke, der aber warnt: "Klar, so etwas darf nicht bei der WM passieren."

Der hohe FIFA-Funktionär sprach auch über die landesweiten Kundgebungen ("Das ist nicht das Bild, das wir zeigen wollen, aber ein Recht zur freien Meinungsäußerung") und die gewalttätigen Exzesse während der Protestmärsche ("Wenn etwas einem Land die WM wegnehmen kann, dann ist es der Sicherheitsaspekt").

Zudem versprach Valcke moderate Preise bei den Eintrittskarten. "Bei der WM werden die Preise auf einem vernünftigen Niveau liegen, damit wir die Gewissheit haben, dass es nicht eine WM der Reichen wird", so der "Stellvertreter" von FIFA-Boss Joseph S. Blatter während dessen Türkei-Reise.