Vor dem Confed-Cup-Halbfinale zwischen Gastgeber Brasilien und Uruguay (2:1) ist es in Belo Horizonte erneut zu Massenprotesten gekommen. Demonstranten blockierten mehrere Straßen, 24 Personen wurden festgenommen.

40.000 Menschen waren in der Millionenstadt im Südosten des Landes zunächst friedlich zum Stadion gezogen, wo dann einige Hundert versuchten, in den Sperrgürtel um das Mineirao-Stadion einzudringen.

Offiziellen Angaben zufolge unterstützten 1500 Soldaten die 5700 Polizisten und Feuerwehrmänner bei den Auseinandersetzungen vor Ort, bei der die Chaoten ein Autohaus und insgesamt drei Busse verwüsteten. Ein 21-jähriger Mann stürzte von einer Brücke und wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Polizisten wollten "höflich und entschlossen" vorgehen, sagte Oberstleutnant Alberto Luiz Alves dem TV-Sender "Globo".

Schon an den vergangenen Tagen war es in mehreren Städten zu Demonstrationen gegen die sozialen Missstände gekommen, bei denen teilweise bis zu zwei Millionen Brasilianer unter anderem für ein besseres Bildungssystem und eine bessere Krankenversorgung auf die Straße gegangen waren.

Der brasilianische Innenverteidiger Naldo vom Bundesligisten VfL Wolfsburg sieht derweil trotz der anhaltenden Proteste keine Gefahr für die WM 2014 in seinem Heimatland.

"Die Menschen bei uns lieben Fußball. Der Protest richtet sich gegen die Politik und nicht gegen die Weltmeisterschaft an sich", sagte der 30-Jährige den "Wolfsburger Nachrichten".

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