Italiens Nationalmannschaft geht mit Alberto Gilardino als Ersatz für den verletzt abgereisten Mario Balotelli in die Neuauflage des EM-Endspiels gegen Spanien.

Das bestätigte Trainer Cesare Prandelli am Mittwoch rund 23 Stunden vor dem Anpfiff des Confed-Cup-Halbfinals am Donnerstag (21.00 Uhr) in Fortaleza gegen den Welt- und Europameister.

Prandelli wehrte sich zugleich gegen Vermutungen einiger Medien in Italien, er setze Gilardino nur aus alter Verbundenheit ein.

"Er spielt nicht, weil ich ein gutes Verhältnis zu ihm habe. Er ist ein wichtiger Spieler für uns, einer der besten Stürmer, die wir haben. Deshalb spielt er." Prandelli hatte den 30-Jährigen einst auch beim AC Florenz trainiert.

Italien will Revanche für das 0:4 am 1. Juli 2012 in Kiew - das Wort Rache (vendetta) wollte Prandelli nicht in den Mund nehmen, es gefalle ihm nicht, sagte er. "Ich habe meinen Spielern gesagt, dass wir eine der Mannschaften sind, die ihnen Probleme bereiten können. Wir wissen, dass wir die Waffen besitzen, ihnen weh zu tun."

Er und seine Spieler schlafen trotz Italiens Außenseiterrolle gut, meinte Prandelli. "Man muss träumen, positiv denken. Wir versuchen, alle negativen Gedanken zu verdrängen."

Kapitän Gianluigi Buffon ergänzte, Italien spiele zwar "gegen das beste Team der Welt, aber wir wollen ihnen auch eine gute Show liefern. Das Finale damals war sehr enttäuschend, das Ergebnis ja fast irreal. Spanien ist ein Vorbild für alle anderen Mannschaften, aber wir wollen zeigen, dass der Unterschied zwischen uns nicht so groß ist."

Zu behaupten, Italien sei irgendwie im Vorteil, sei aber "ein bisschen verrückt", sagte der Torhüter.