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Kerstin Garefrekes (l.) erzielte ihr 35. Tor im 101. Länderspiel © getty

Nach dem zweiten Erfolg steht das DFB-Team beim Algarve-Cup dicht vorm erneuten Finaleinzug und würde dort auf die USA treffen.

Albufeira - Die deutschen Fußballerinnen eilen während ihrer Experimentierphase im Vorfeld der Europameisterschaft von Sieg zu Sieg.

Zwei Tage nach dem 2:0-Auftakterfolg gegen EM-Gastgeber Finnland setzte sich der Welt- und Europameister im zweiten Spiel des Algarve Cups 3:0 (1:0) gegen China durch.

Damit brauchen die DFB-Frauen im abschließenden Gruppenspiel am Montag gegen Schweden nur noch ein Remis, um zum dritten Mal das Finale beim Turnier in Portugal erreichen.

Durch den klaren Erfolg liegt das deutschte Team in der Gruppe A mit sechs Punkten auf dem Konto vor Schweden (vier Punkte). Im Endspiel würden die Deutschen auf Olympiasieger und Erzrivale USA treffen.

Sieg trotz mehrerer Ausfälle

Kerstin Garefrekes (38./68.) und Kim Kulig (58.) erzielten die Tore für die DFB-Auswahl, die fünfeinhalb Monate vor der EM (23. August bis 10. September) aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle der Stammkräfte Birgit Prinz, Kerstin Stegemann, Ariane Hingst, Annike Krahn und Simone Laudehr stark verjüngt an die Algarve gereist war.

Kurzfristig fehlte zudem Linda Bresonik wegen einer Oberschenkelzerrung.

Klar übelegene Deutsche

Vor 200 Zuschauern im Estadio Municipal in Albufeira war die deutsche Mannschaft, die sich erst in der vergangenen Woche in Bielefeld mit 1:1 von den Chinesinnen getrennt hatte, in der Anfangsphase klar überlegen.

Garefrekes (5./11.) und Inka Grings (21.), die bereits nach 20 Sekunden ohne Erfolg einen Foulelfmeter für sich reklamierte, vergaben allerdings die sich bieten Chancen.

Nach dem guten Beginn baute das Team von DFB-Trainerin Silvia Neid, die ihre Startformationen im Vergleich zum Finnland-Spiel auf fünf Positionen verändert hatte, ab Mitte der ersten Hälfte stark ab.

Der Rekord-Europameister, in dessen Kader derzeit sieben Spielerinnen 20 Jahre oder jünger sind, ließ vor allem die nötige Durchschlagskraft vermissen.

Führung durch Garefrekes

Erst gegen Ende der ersten Hälfte konnten sich die Deutschen wieder steigern. Die Pausenführung durch das 35. Tor von Garefrekes in ihrem 101. Länderspiel nach einer Ecke von Melanie Behringer und einem Kopfball von Grings an den Pfosten war deshalb auch verdient.

Kurz nach dem Seitenwechsel hätte Grings für die Vorentscheidung sorgen müssen, die Angreiferin vergab allerdings aus kurzer Distanz (51.).

Kulig legt nach

Besser machte es Kulig, die mit einem sehenswerten Distanzschuss ihr erstes Tor im dritten Länderspiel erzielte. Auch im Anschluss blieb das DFB-Team klar spielbestimmend und Garefrekes traf erneut.

Die letzten 15 Minuten spielte das deutsche Team in Überzahl, weil die Chinesin Juan Fan die Gelb-Rote Karte sah (75.).

Beste Spielerinnen auf Seiten der Deutschen waren Garefrekes und Behringer.

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