Für DFB-Trainerin Silvia Neid ist der Titel bei der Frauen-WM in diesem Jahr im eigenen Land "mehr wert" als die Rekordprämie von 60.000 Euro.

"Wir wollen uns unseren Traum erfüllen", sagte die 46-Jährige beim 21. Sportjournalistentreffen des Niedersächsischen Fußballverbandes in Barsinghausen und fügte hinzu: "Der Titel ist ein realistisches Ziel."

Den großen Druck für die Nationalmannschaft sieht Neid nicht als Problem.

"Jeder erwartet von uns den dritten Titel. Doch diesen Druck haben wir vor jedem Turnier. Für uns ist es toll, dass wir im eigenen Land spielen dürfen. Wir sind hier zu Hause, spielen vor unseren Fans und müssen nicht reisen", äußerte die Welttrainerin des Jahres 2010.

Schweden, die USA, Brasilien, England und Norwegen sind für Neid die Mitfavoriten im Kampf um den WM-Titel. Neid tippt auf ein Finale Deutschland gegen Brasilien.

Nach der WM will Neid auf jeden Fall weitermachen. Das große Ziel ist der Olympiasieg 2012 in London. "Mir fehlt noch Gold oder Silber", sagte Neid. 2000, 2004 und 2008 hatte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes dreimal in Folge Bronze gewonnen.

Nach dem Ende ihres Vertrages 2013 kann sich Neid auch vorstellen, als Trainerin im Männerbereich tätig zu sein. "Ich habe die gleiche Ausbildung wie die Männer", sagte Neid und verwies auf ihre Fußballlehrerausbildung.

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