Sechs Wochen nach dem Viertelfinal-Aus bei der Heim-WM hat auch Kerstin Garefrekes ihre Karriere in der deutschen Nationalmannschaft beendet.

Die 31-Jährige will sich in Zukunft auf ihr Engagement beim 1. FFC Frankfurt und ihre Arbeit in der Stadtkämmerei der Stadtverwaltung Frankfurt konzentrieren.

"Es war für mich keine einfache Entscheidung", sagte die 130-malige Nationalspielerin:

"Ich habe mir viele Gedanken gemacht, bin dann schließlich zu dem Entschluss gekommen, dass nach der Heim-WM der richtige Moment gekommen ist, um meine DFB-Karriere zu beenden. Ich möchte jetzt Schritt für Schritt meine berufliche Entwicklung vorantreiben, gleichzeitig aber noch für den 1. FFC Frankfurt weiterspielen."

Die studierte Diplom-Betriebswirtin, die in der DFB-Auswahl 43 Tore erzielt hat, wurde je zweimal Welt- und Europameisterin und gewann bei zwei Olympischen Spielen die Bronze-Medaille.

DFB-Trainerin Silvia Neid nahm die Entscheidung am Montag mit Verständnis auf.

"Kerstin war jahrelang eine wichtige Spielerin für uns. Sie war sehr laufstark, hat viel nach hinten und nach vorne gearbeitet, wichtige Tore geschossen und kontinuierlich ihre Leistung gebracht. Man konnte sich immer auf sie verlassen."

"Natürlich wird sie uns fehlen, aber ich kann auch nachvollziehen, dass sie nun stärker in ihren Beruf einsteigen will und künftig andere Prioritäten setzt. Dafür wünsche ich ihr alles Gute", sagte Neid.

Garefrekes ist nach Birgit Prinz, Ariane Hingst und Ursula Holl die vierte Nationalspielerin, die ihre DFB-Karriere nach der enttäuschenden Heim-WM beendet hat.

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