Der Einsatz von Torhüterin Nadine Angerer im Länderspiel der Frauen-Nationalmannschaft am Freitag gegen Olympiasieger USA in Offenbach (18.15) ist nicht in Gefahr.

Die 34-Jährige vom 1. FFC Frankfurt hat ihre Oberschenkelverletzung auskuriert, wegen der sie zuletzt zwei Bundesliga-Partien versäumt hatte. "Es ist alles wieder okay", sagte Angerer am Mittwoch.

Die Spielführerin glaubt nicht, dass die zuletzt auf der Torhüterposition praktizierte Rotation Einfluss auf ihren Status als Nummer eins gehabt hat.

"Meine Information ist, dass ich die Spiele mache. Ich habe keinen anderen Fokus", sagte Angerer mit Blick auf die EM-Endrunde in Schweden (10. bis 28. Juli).

Bundestrainerin Silvia Neid hatte das Wechselspiel zwischen den Pfosten mit dem ersten Länderspiel des EM-Jahres in Frankreich im Februar eingeführt, damit die 22 Jahre alte Almuth Schult (Bad Neuenahr) im Falle einer Verletzung von Angerer für die EM gerüstet ist.

Die Wahl-Frankfurterin zeigt dafür Verständnis. "Silvia Neid hat mir das total plausibel erklärt. Es ist doch logisch, dass man einer jüngeren Torhüterin Spielpraxis gibt", sagte Angerer.

Auf dem Bieberer Berg in Offenbach wird es für Angerer allerdings nicht zum Prestigeduell mit US-Schlussfrau Hope Solo kommen. Der Star des Ex-Weltmeisters fällt nach einer Operation am Handgelenk für Monate aus.

Angerer bedauert dies fast ein bisschen. "Es gibt auf der Welt drei, vier richtig gute Torhüterinnen. Hope gehört dazu, und ich auch", sagte die Europameisterin, die sich nicht auf eine globale Nummer eins festlegen wollte: "Da ist die Tagesform entscheidend."

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