Bundestrainerin Silvia Neid will sich vor dem Start in die WM-Qualifikation am 21. September in Cottbus gegen Russland (15.00 Uhr) nicht auf den EM-Lorbeeren ausruhen.

"Ich freue mich, die Spielerinnen wiederzusehen. Ich werde ihnen aber klar machen, dass der EM-Sieg Schnee von gestern ist. Wir müssen Richtung WM schauen, in Kanada wollen wir 2015 eine gute Rolle spielen. Ich erwarte volle Konzentration vom ersten Training am Dienstagnachmittag an", sagte die 49-Jährige, die mit ihren Schützlingen im Juli den achten EM-Titel für Deutschland geholt hatte, am Dienstag in Frankfurt/Main.

Neid hat für die Partie gegen Russland alle verfügbaren EM-Siegerinnen berufen, obwohl lediglich 18 spielberechtigt sind.

Es fehlen nur Svenja Huth (Kreuzbandriss) und Josephine Henning (Knieverletzung).

"Die EM-Spielerinnen haben irgendwo schon einen Bonus. Sie haben einen richtig guten Job gemacht. Die muss man erst einmal verdrängen, wenn man zur Nationalmannschaft will", sagte die Trainerin.

"Es gab für mich keinen Grund, die eine oder andere auszuwechseln. Auch weil die verletzten Stammkräfte, die bei der EM gefehlt haben, zum großen Teil immer noch verletzt sind."

Nach Ansicht Neids hat das Russland-Spiel vorentscheidenden Charakter, da sich außer den Russinnen keine ernstzunehmenden Gegner (Slowakei, Slowenien, Kroatien, Irland) in der deutschen Gruppe befinden.

"Das ist der schwerste Gegner in unserer Gruppe. Das muss allen klar sein. Ich bin froh, wenn wir die drei Punkte nach dem Schlusspfiff haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Russland oder wir in den anderen Spielen Punkte abgeben", sagte Neid.

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