Fortuna nicht zu schlagen - Paderborn geht unter
Düsseldorf/München - Fortuna Düsseldorf ist einfach nicht zu schlagen.
Der Zweitligist setzte seine Serie auch im DFB-Pokal fort und erreichte durch ein 3:0 (2:0) gegen den Liga-Rivalen 1860 München erstmals seit 1998 das Achtelfinale. (DATENCENTER: DFB-Pokal)
Ebenfalls das Ticket in die nächste Runde lösten die Zweitligisten VfL Bochum und Tabellenführer Greuther Fürth.
Die Fortuna, Pokalsieger von 1979 und 1980, hat seit dem 18. März (0:1 beim MSV Duisburg) 21 Pflichtspiele in Folge nicht verloren - die "Löwen" dagegen sind seit fünf Spielen sieglos.
Auch Sascha Rösler ließ seine Serie vor 34.413 Zuschauern nicht abreißen. Der frühere 1860-Profi erzielte in der 39. Minute das glückliche 2:0 und damit sein zehntes Tor in den vergangenen zehn Heimspielen, in denen er jeweils traf.
Kiraly von Flanke überrumpelt
Rösler wollte eigentlich eine Flanke auf den freigelaufenen Maximilian Beister schlagen, der Ball rutschte über den Spann und segelte genau in den Winkel (39.). 1860-Torhüter Gabor Kiraly war ohne Chance. (DIASHOW: 2. Runde DFB-Pokal)
Auch beim Führungstor der insgesamt überlegenen Düsseldorfer war Glück im Spiel gewesen: Johannes van den Bergh lief in der 15. Minute auf links an die Grundlinie und spielte in die Mitte, wo der Münchner Collin Benjamin den Ball ins eigene Tor stolperte.
"Wir haben in der letzten Zeit keine guten Ergebnisse erzielt, da ist es klar, dass es Kritik gibt. Aber man hat heute gesehen, dass wir ein gutes Spiel abgeliefert haben. Bei zwei Gegentoren wollte Düsseldorf gar nicht auf das Tor schießen", meinte 1860-Trainer Rainer Maurer.
Benjamin macht schwarzen Tag perfekt
Insgesamt investierten die Gäste zu wenig und hatten nicht die Kraft, sich ernsthaft aufzubäumen. Benjamin leistete sich in der 90. Minute eine Notbremse und sah die Rote Karte, Rösler verwandelte den fälligen Elfmeter sicher (90.+1).
Der Sieg spielt dem Zweitliga-Dritten Düsseldorf finanziell in die Karten, denn zuletzt hatte die Bilanz nach einem jahrelangen Entschuldungsprozess nur noch 740.000 Euro Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Einzug in die dritte Runde bringt allein 505.000 Euro Fernsehgeld.
Fürth zerlegt Paderborn
Die SpVgg Greuther Fürth bleibt auch im DFB-Pokal weiter in der Erfolgsspur. Der Spitzenreiter Zweiten Bundesliga erreichte durch ein 4:0 (3:0) gegen den Ligarivalen SC Paderborn das Achtelfinale und erzielte damit auch eine weitere gute Einnahme von mindestens 600.000 Euro.
Für die Hausherren trafen Milorad Pekovic (4.), Christopher Nöthe (28.), der in der Meisterschaft am vierten Spieltag für den 1:0-Sieg der Franken bei den Ostwestfalen gesorgt hatte, Olivier Occean (35.) und Tayfun Pektürk (78.).
Herrlich verliert gegen Ex-Klub
Auch der VfL Bochum ist erstmals seit 2007 wieder in das Achtelfinale des DFB-Pokal eingezogen. Der Zweitligist gewannen beim Drittligisten SpVgg Unterhaching mit dem früheren VfL-Trainer Heiko Herrlich auf der Bank problemlos 4:1 (2:0) und bescherten sich dadurch einen Geldsegen von rund 600.000 Euro.
Vor 3150 Zuschauern im Unterhachinger Sportpark stellten Christoph Dabrowski (7.) und Daniel Ginczek (21.), der den verletzten Ex-Nationalspieler Paul Freier glänzend vertrat, bereits vor der Pause die Weichen für Bochum auf Sieg.
Sascha Bigalke machte in der 66. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter die Partie kurzfristig spannend, nachdem zehn Minuten zuvor Mijo Tunjic vom Elfmeterpunkt gescheitert war. Giovanni Federico (72.) und Chong Tese (74.) machten anschließend aber für Bochum alles klar.
"Ich bin froh, dass wir mal wieder Tore geschossen haben, aber wir dürfen im Mittelfeld nicht so einfache Ballverluste haben", sagte VfL-Coach Andreas Bergmann.
Luthe hält Bochumer Führung fest
Die Gastgeber, die in Runde eins überraschend Erstligist SC Freiburg mit 3:2 ausgeschaltet hatten, fanden kein geeignetes Mittel gegen die Mannschaft von Trainer Andreas Bergmann, der im ersten Durchgang nur einmal durchatmen musste.
Bochums Torwart Andreas Luthe verhinderte aber in der 43. Minute den möglichen Anschlusstreffer der fleißigen Hausherren durch Florian Niederlechner.
Seine erste große Gelegenheit nach dem Seitenwechsel vergab Unterhaching in der 56. Minute, als Tunjic mit einem Foulelfmeter an Luthe scheiterte. Der Bochumer Keeper hatte den Strafstoß mit einer Attacke gegen Patrick Ziegler selbst verursacht.
VfL am Ende souverän
Bigalke machte es danach besser, nachdem der Japaner Takashi Inui im Sechszehner Roland Sternisko zu Fall gebracht hatte.
Anschließend kontrollierte aber der VfL wieder das Spiel und brachte nach den Treffern von Federico und Tese den Sieg sicher über die Zeit.
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