Köln und Duisburg in Runde zwei
München - Beim 1. FC Köln ist der Knoten geplatzt. Der Bundesliga-Absteiger feierte in der ersten Runde des DFB-Pokals mit dem 2:1 (2:0) beim Drittligisten SpVgg Unterhaching seinen ersten Saisonsieg.
Thomas Bröker (28., 40.) sorgte mit seinem Doppelpack maßgeblich dafür, dass die "Geißböcke" erstmals seit dem 10. März (1:0 gegen Hertha BSC) wieder einen Pflichtspielsieg feiern und dadurch in die nächste Runde einziehen konnten. (DATENCENTER: Alle Spiele der 1. Runde)
Dem eingewechselten Andreas Voglsammer (90.) gelang der einzige Treffer für die Hachinger.(DIASHOW: Die 1. Runde im Pokal)
Nach ereignislosen 25 Minuten setzte Bröker ein erstes Ausrufezeichen, als er nach einer schönen Einzelaktion von der Strafraumgrenze zur Kölner Führung traf.
FC lässt Chancen aus
Fünf Minuten vor der Pause nutzte der ehemalige Düsseldorfer vor 7.500 Zuschauern dann eine Unsicherheit in der Abwehr des Drittliga-Spitzenreiters zum 2:0.
Bröker hatte bereits beim 1:1 gegen den SV Sandhausen den bislang einzigen Treffer des 1. FC Köln in der Zweitliga-Meisterschaft erzielt.
Mit der klaren Führung im Rücken dominierten die ersatzgeschwächten Gäste nach der Pause das Geschehen recht deutlich und hätten bei einer besseren Chancenverwertung durchaus höher gewinnen können.
Die Münchner Vorstädter hatten dem Favoriten nichts mehr entgegenzusetzen.
St. Pauli locker durch
Nach einer souveränen Vorstellung ist Zweitligist FC St. Pauli in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Beim baden-württembergischen Oberligisten Offenburger FV setzten sich die Hamburger mit 3:0 (1:0) durch.
Die vorentscheidenden Treffer vor 10.000 Zuschauern für die Gäste erzielte Mahir Saglik (23. und 68.). St. Pauli versäumte es, aus seiner Überlegenheit noch mehr Kapital zu schlagen, obwohl Daniel Ginczek (78.) noch der dritte Treffer gelang.
Von Beginn an übernahm St. Pauli, für das im Vorjahr bereits in der ersten Runde Endstation war, das Regiment auf dem Rasen und versuchten mit viel Geduld und schnellem Passspiel Lücken in die dichte Abwehrkette der Offenburger zu reißen.
Doppelpack von Saglik
Als die Gastgeber Saglik zu viel Raum ließen, traf dieser mit einem platzierten Schuss aus 22 Metern und ließ FV-Keeper Jan Kahle keine Chance.
Offenburgs Taktik, mit Kontern zum Erfolg zu kommen, ging nicht auf, obwohl sich der Fünftligist die eine oder andere Chance erspielen konnte. Insgesamt agierten die Gastgeber jedoch zu mutlos gegen den spielerisch besseren Gegner.
Per Kopfball sorgte Saglik schließlich für die Vorentscheidung. Danach brachte St. Pauli die Partie ohne größeren Kraftakt bei hochsommerlichen Temperaturen über die Bühne.
"Zebras" halten sich schadlos
Nach dem Fehlstart in der Zweiten Liga hat sich der MSV Duisburg in der ersten Runde des DFB-Pokals schadlos gehalten. Die Mannschaft des in der Kritik stehenden Trainers Oliver Reck setzte sich bei Drittliga-Aufsteiger Hallescher FC mit 1:0 (1:0) durch.
Goran Sukalo erzielte in der 17. Minute per Foulelfmeter den einzigen Treffer.
Nach den Liga-Pleiten gegen die Aufsteiger VfR Aalen (1:4) und Jahn Regensburg (0:2) hatten die Zebras auch in Halle zunächst Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. Der Führung durch Sukalos Elfmeter war ein Foul von Jan Benes an Maurice Exslager vorausgegangen.
Halle überzeugt
Halle zeigte trotz des Rückstands wenig Respekt vor dem Zweitligisten und bot kämpferisch und läuferisch eine überzeugende Leistung.
Duisburg zog sich immer weiter in die eigene Hälfte zurück und lauerte auf Konter. MSV-Schlussmann Felix Wiedwald war in der 58. Minute bei einem Schuss von Benes auf dem Posten und verhinderte den Ausgleich.
Doppelpack von Dedic
Ein Doppelpack von Zlatko Dedic hat dem VfL Bochum den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals beschert.
Der slowenische Stürmer traf beim etwas glücklichen 2:0 (2:0)-Erfolg der Bochumer bei Drittligist 1. FC Heidenheim in der 5. und 41. Minute und legte so den Grundstein für den Auswärtserfolg.
Die Gastgeber boten zwar eine engagierte Leistung, doch eine Überraschung wie in der vergangenen Saison gelang ihnen nicht. Vor einem Jahr hatte Heidenheim Bundesligist Werder Bremen in der ersten Runde aus dem Wettbewerb geworfen.
Start nach Maß
Bochum erwischte vor 7500 Zuschauern einen Start nach Maß. Nach glänzender Vorarbeit von Alexander Iaschwilli traf Dedic aus fünf Metern freistehend zur Führung. Danach übten die Gastgeber viel Druck aus. VfL-Schlussmann Andreas Luthe verhinderte mit einer Glanztat bei einem Kopfball von Florian Tausendpfund den Ausgleich (18.).
In eine Heidenheimer Drangphase fiel nach einem Konter der zweite Treffer der Gäste. Eine Hereingabe von Carsten Rothenbach verwertete Dedic eiskalt.
Trotz des Rückstands steckte Heidenheim nie auf. Marc Schnatterer verfehlte zunächst das VfL-Tor in der 50. Minute nur knapp, ein Kopfball von Tim Göhlert touchierte neun Minuten später die Latte. In der 63. Minute verhinderte erneut Luthe bei einem Schuss von Schnatterer den Anschlusstreffer.


