Aue deklassiert schwache Eintracht
Aue - Für Eintracht Frankfurt hat die Saison mit einem blamablen Erstrunden-Aus im DFB-Pokal begonnen.
Der Bundesliga-Aufsteiger kassierte nach einer schwachen Vorstellung beim Zweitligisten Erzgebirge Aue eine 0:3 (0:1)-Niederlage. (DIASHOW: Die 1. Runde im Pokal)
Während die Hessen bei sengender Hitze mit hängenden Köpfen vom Platz schlichen, feierte Aue nach einem Fehlstart in der Liga mit nur einem Punkt aus zwei Begegnungen sein erstes Erfolgserlebnis überschwänglich. (DATENCENTER: Alle Spiele der 1. Runde)
Thomas Paulus brachte die Gastgeber mit Aues erstem Saisontreffer in einem Pflichtspiel per Foulelfmeter (21.) in Führung.
Trapp sieht Rot
Zuvor hatte Eintracht-Torhüter Kevin Trapp die Notbremse gegen Jakub Sylvestr gezogen und als logische Folge die Rote Karte (19.) gesehen.
Der gefoulte Sylvestr machte schließlich vor 9575 Zuschauern mit seinen Treffern in der 60. Minute und der Nachspielzeit (90.+1) den Pokal-Coup perfekt.
Veh: Elfmeter als Knackpunkt
"Spielentscheidend war der Elfmeter, den wir selbst verursacht haben. Es war ziemlich heiß, das war ein Problem für uns. Wir hatten gute Möglichkeiten, aber haben leider keine Tore gemacht", meinte Eintracht-Coach Veh und Aues Trainer Karsten Baumann sagte: "Wir haben richtige Torchancen der Frankfurter nie zugelassen." Er freue sich für seine Mannschaft, dass sie bei diesen Temperaturen für den Aufwand belohnt worden sei.
Meier kritisiert Einstellung
"Die Situation war nicht einfach. Als ich reingekommen bin, habe ich versucht, noch etwas zu retten. Am Ende mussten wir aufmachen und haben prompt das dritte Tor kassiert", sagte Nikolov, und Stürmer Alexander Meier ergänzte: "Einige von uns habe sich das einfacher vorgestellt. Aber wir haben nicht immer alle verteidigt, was wir unbedingt hätten tun müssen. Die Niederlage ist bitter für uns."
Auch Schröter muss gehen
Die Schlussphase mussten auch die Gastgeber in Unterzahl überstehen, nachdem Oliver Schröder (71.) die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels gesehen hatte.
Dabei hatte der fünfmalige Cupsieger aus Hessen, der in den vergangenen beiden gemeinsamen Jahren in der Zweiten Liga sämtliche vier Duelle gegen Aue gewann, vielversprechend begonnen und sich als das spielerisch reifere Team präsentiert.
Doch die Gastgeber fanden immer besser in die Begegnung und boten den Frankfurtern Paroli. Von einem Klassenunterschied war in der Folge nichts mehr zu sehen.
Butscher mit verunglücktem Rückpass
Erst recht nicht, nachdem Trapp den heranstürmenden und freistehenden Sylvestr im Strafraum von den Beinen geholt hatte und vorzeitig zum Duschen geschickt wurde.
Dem Elfmeter war ein verunglückter Rückpass von Heiko Butscher auf Trapp voraus gegangen, Sylvestr fädelte anschließend bei dem Keeper ein.
Doch Schiedsrichter Daniel Siebert entschied dennoch auf Elfmeter und Platzverweis.
Kaum Chancen
Für Trapp rückte anschließend Oka Nikolov ins Tor des Erstligisten, Eintracht-Trainer Armin Veh nahm dafür Takashi Inui aus dem Spiel.
Doch einzugreifen brauchte Routinier Nikolov kaum, weil sich Aue nach der Führung aufs Kontern verlegte.
Bei hochsommerlichen Temperaturen vermochte sich jedoch keine der beiden Teams hochkarätige Chancen zu erspielen.
Die Offensiv-Situation vor dem Strafstoß gehörte schon zu den Höhepunkten der ersten Halbzeit.
Aue mit guten Kontern
Mit dem Gefühl der Führung agierte Aue auch nach dem Wechsel aus der gutorganisierten Abwehr und versuchte per Konter, die Partie zu entscheiden, zumal die Eintracht recht ideenlos blieb.
Mit allzu statischen Angriffen stellten die Hessen ihren Gegner vor keine größeren Probleme.


