Köstner kämpft um seinen Job, Fortuna gegen den Trend
München - Respekt statt Spott, Konstanz statt Rotation: Mit markigen Worten und einer Abkehr vom System Felix Magath kämpft Lorenz-Günther Köstner um seinen Job beim Bundesligisten VfL Wolfsburg.
Erstmals in dieser Saison wird beim DFB-Pokalspiel am Mittwoch gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt (Mi., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) zweimal in Folge die gleiche Wolfsburger Startelf auflaufen.
Der zweite Sieg im zweiten Spiel wäre das beste Argument für einen längeren Verbleib des Interimstrainers. ( DATENCENTER: Die Spiele der 2. Runde)
Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach (Mi., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) wollen unterdessen mit einem Sieg im rheinischen Derby triste Herbststimmung vermeiden.
Köstner will wieder respektiert werden
"Vor Jahren hat man den VfL noch respektiert und aus sportlichen Gründen Angst gehabt, hierher zu fahren. In letzter Zeit hat man über Wolfsburg nur noch gespottet, die hätten da Millionen verbrannt", sagte Köstner vor seiner zweiten Begegnung als Magath-Nachfolger: "Man soll wieder mit Respekt vom VfL reden."
Es klang fast wie eine Wahlkampfrede in eigener Sache - auch wenn er selbstverständlich auch betonte: "Ich fordere nichts."
Schon nach dem 4:1 bei Fortuna Düsseldorf hatte der 60-Jährige seine Bereitschaft erklärt, längerfristig wieder in der Bundesliga arbeiten zu wollen. Gegen Frankfurt will er weitere Pluspunkte für eine Weiterbeschäftigung sammeln.
Zweimal in Folge die gleiche Startformation aufzubieten, ist dabei ein unter Magath zuletzt nicht für möglich gehaltener Ansatz.
Zahlreiche Wiedersehen in Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf will die zuletzt triste Stimmung ausgerechnet gegen den rheinischen Rivalen Borussia Mönchengladbach vertreiben.
"Die letzten Niederlagen tun weh", sagte Fortuna-Coach Norbert Meier, der wie Andreas Lambertz, Tobias Levels, Nando Rafael, Andrej Woronin und Johannes van den Bergh einst das Trikot mit der Raute trug.
Auch Manager Wolf Werner war schon bei den "Fohlen" tätig.
Risse im Fortuna-Beton
Zuletzt gab es allerdings für die Fortunen drei Niederlagen mit zehn Gegentoren, von Platz fünf ist der Aufsteiger auf Rang 13 abgestürzt.
Die Aufstiegseuphorie ist mittlerweile verfolgen.
Ein Erfolg gegen die zuletzt wiedererstarkten Gladbacher könnte in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt aber wieder positive Emotionen entfachen. (DIASHOW: Die größten Pokal-Sensationen)
Gladbach ohne Jantschke
Die Gladbacher müssen in Düsseldorf auf Außenverteidiger Tony Jantschke verzichten.
Der 22-Jährige leidet weiter an den Folgen seiner schweren Gehirnerschütterung aus dem Europa-League-Spiel gegen Olympique Marseille (2:0).
Für Jantschke wird wohl der etatmäßige Innenverteidiger Martin Stranzl auf der rechten Seite beginnen.
Ob für Luuk de Jong, der wegen einer offenen Kapselverletzung am Knie noch etwa fünf Wochen fehlt, erneut Igor de Camargo stürmt, ließ Trainer Lucien Favre offen:
"Das ist abhängig vom Bauchgefühl und wird wahrscheinlich erst vor dem Spiel entschieden."


