

Vierfacher Pizarro lässt Bayerns B-Elf jubeln
Aus der Allianz Arena berichten
Mathias Frohnapfel und Reinhard Franke
München - Sie glänzten nicht und ihre Leader standen nicht einmal im Kader.
Dennoch gelang den Profis des FC Bayern auch mit ihrer zweiten Garde den streckenweise recht aufmüpfigen Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern im DFB-Pokal mit 4:0 zu schlagen.
Die "Roten Teufel" wehrten sich vor 71.000 Zuschauern vor allem in der ersten Hälfte mit großem Einsatz, gerieten allerdings schon früh nach Claudio Pizarros Treffer (10.) in Rückstand.
In der zweiten Hälfte machte Arjen Robben (49., 88.) und abermals Pizarro (58.) für die Münchner alles klar. ( DATENCENTER: Die Spiele der 2. Runde)
Der HSV wartet
FCB-Coach Jupp Heynckes nutzte die Partie gegen den Dritten des Unterhauses, um zig Stammkräften eine Verschnaufpause zu gönnen, bereits am Samstagabend steht ja das schwere Auswärtsspiel beim Hamburger SV an.
Die Münchner erreichten so mit einer passablen Leistung das Achtelfinale des DFB-Pokals, das am Sonntag ausgelost wird. (DIASHOW: Die Bilder der 2. Runde)
Heynckes baut Elf radikal um
Angesichts der Dauerbelastung seines Teams in drei Wettbewerben warf Heynckes die Rotationsmaschine an und zwar richtig: Im Vergleich zur Startelf bei der 1:2-Niederlage gegen Leverkusen beorderte er neun neue Spieler aufs Feld.
Kapitän Philipp Lahm und sein Vize Bastian Schweinsteiger standen nicht einmal im Kader. Stattdessen feierte Keeper Tom Starke sein Pflichtspieldebüt für die Roten, Arjen Robben war erstmals Kapitän des FCB.
Die "Roten Teufel" mussten in München auf ihren verletzten Kapitän Albert Bunjaku verzichten, Florian Dick übernahm für ihn die Binde.
Und die Pfälzer starteten mutig gegen den großen Favoriten, hatten aber Pech, als Mohamadou Idrissou nach Vorarbeit von Konstantinos Fortounis den Ball nicht an Starke vorbeibrachte (9.).
Pizarro besorgt die Führung
Quasi im Gegenzug erzielten dagegen die Bayern die Führung. Arjen Robben hatte wunderbar den Ball mit der Brust angenommen und auf Claudio Pizarro weitergeleitet.
Der Vertreter von Mario Mandzukic nutzte die Gelegenheit eiskalt, es war sein zweites Tor im laufenden Wettbewerb.
Den Treffer registrierten die Bayern-Bosse auf der Tribüne gelassen, das Team mühte sich indes um mehr Spielkontrolle.
Jedoch merkte man den Münchnern an, dass die Abläufe im erstmals so formierten Team nicht passten, zugleich fehlte es an dem kühlen Herbstabend an genügend Bewegung.
Auch deshalb kamen die Lauterer ebenfalls zu Großchancen. (DIASHOW: Die größten Pokal-Sensationen)
Zellner trifft Bayern-Pfosten
Starke musste sich so erneut gegen Idrissou beweisen (16.) und brauchte sogar Glücksgöttin Fortuna, als ein Distanzhammer von FCK-Eigengewächs Steven Zellner an den Pfosten krachte (26.).
Beim Rekord-Pokalsieger fehlte trotz der überlegenen Qualität der Spielfluss, das mochten auch die guten Möglichkeiten für Emre Can (24.) und David Alaba nicht zu übertünchen.
Besonders der junge Österreicher musste sich ärgern, aus einem Abpraller gegen FCK-Torwart Tobias Sippel nicht mehr gemacht zu haben (44.).
Pizarro legt für Robben vor
Sollten die Bayern in der Pause ihre Chancenverwertung bedauert haben, machte es jetzt Robben besser.
Eine punktgenaue Vorarbeit von Pizarro bescherte ihm den Ball in zentraler Position, 14 Meter Torentfernung. Der Niederländer sagte Danke und erhöhte auf 2:0 (49.).
Insgesamt fehlte Robben in seiner ersten Partie von Anfang an seit Ende September noch einiges an Spritzigkeit, dennoch brachte der Kreativgeist einige Impulse und Ideen.
Doppelpack für Robben und Pizarro
Die Bayern bewiesen derweil, dass sie sehr wohl noch nach Standards treffen können.
Xherdan Shaqiri zauberte eine Freistoßflanke auf den Kopf von Pizarro, der sein zweites Tor mit einem wuchtigen Kopfball nachlegte (58.).
Für die Bayern durfte nun noch Jungspund Mitchell Weiser Einsatzminuten sammeln, der für Rafinha kam (79.).
Und Robben setzte nach erneuter Vorarbeit von Pizarro mit seinem zweiten Treffer (88.) noch den Schlusspunkt zum 4:0.


