

Kapitän Robben: "Ich bin stolz auf die Jungs"
Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel
München - Arjen Robben war der Mann für den idealen Moment beim 4:0-Erfolg des FC Bayern über Kaiserslautern. ( BERICHT: Vierfacher Pizarro lässt B-Elf jubeln)
Gerade als die Pfälzer zu Beginn der zweiten Hälfte ihre Chance in München witterten, traf Robben zum 2:0. Eiskalt und schnörkellos.
Und der Niederländer setzte gegen den Aufstiegsaspiranten aus der Zweiten Liga zugleich das letzte Ausrufezeichen mit dem vierten Münchner Tor. ( DATENCENTER: Die Spiele der 2. Runde)
Mit großer Lust am Kapitänsamt hatte Robben gegen Lautern Kapitän Philipp Lahm vertreten, seine Truppe angeleitet, auch wenn er selbst nach seinen Muskelbeschwerden noch um jeden Form- und Geschwindigkeitsfortschritt dankbar ist.
"Binde bleibt beim Schlafen dran"
Das aktuelle Erfolgserlebnis sollte den Formanstieg ebenfalls vorantreiben.
"So mussten wir auf die Niederlage gegen Leverkusen reagieren", stellte Robben auf SPORT1-Nachfrage fest, als er am späten Mittwochabend mit einer Hand auf seinem Rollkoffer die Pokalpartie analysierte.(DIASHOW: Die Bilder der 2. Runde)
Über seine Premiere als Bayern-Kapitän hatte er zuvor schon bei "Sky" gescherzt: "Die Binde bleibt beim Schlafen dran."
Im Interview spricht der Niederländer über Bayerns Riesenrotation gegen Kaiserslautern, seine eigene Fitness und Forderungen an das Team.
Frage: War es gegen den 1. FC Kaiserslautern leichter als gedacht, nach der 1:2-Pleite gegen Bayer Leverkusen gleich wieder einen Sieg zu schaffen?
Arjen Robben: Nein, das ist nicht so. Ich sehe das eher als ein Riesenkompliment für unsere Mannschaft. Es sieht alles leicht aus mit dem 4:0, doch wir haben mit einer Mannschaft gespielt, die kaum Spielpraxis hat, die nicht aufeinander eingestellt ist, deshalb bin ich stolz auf die Jungs.
Frage: Wie war es für Sie, das Team als Kapitän anzuführen?
Robben: Wir sind immer gefordert, ich habe heute nichts anders gemacht als sonst. Natürlich war es sehr schön Kapitän zu sein, darauf bin ich auch sehr stolz. Die Jungs haben super gearbeitet.(DIASHOW: Die größten Pokal-Sensationen)
Frage: Und haben Sie schon einen Wunschgegner für das Achtelfinale?
Robben: Damit beschäftigen wir uns gar nicht. Wir genießen jetzt den Sieg. Für mich war es das Wichtigste, dass wir wie eine Mannschaft aufgetreten sind, obwohl wir neun neue Spieler auf dem Platz hatten.
Frage: Sie waren zuvor lange verletzt, wie fit fühlen Sie sich jetzt?
Robben: Ich war selbst ein wenig überrascht, ich habe mich gut gefühlt. Ich bin natürlich noch nicht bei 100 Prozent, aber das ist normal, ich habe ja vorher vier, fünf Wochen nicht gespielt. Das kommt nur durch Spiele zurück.
Frage: In der Bundesliga beträgt der Vorsprung auf Schalke nur noch vier Zähler. Welche Auswirkungen sehen Sie?
Robben: Damit dürfen sich die Journalisten beschäftigen, wir müssen nur uns selbst gewiss sein und da weitermachen, wo wir vor dem Leverkusen-Spiel aufgehört haben.
Frage: Sie haben vor dem DFB-Pokalspiel mahnende Worte gefunden, haben aufgefordert, den Gegner richtig einzuordnen. Haben Sie das auch dem Team gesagt?
Robben: Wir haben vor dem Spiel viel geredet, auch ich war dabei. Und so waren wir in der richtigen Stimmung für die Partie. Das finde ich normal, man muss ruhig bleiben, aber auch wach sein. In der Bundesliga dürfen wir uns nicht noch mehr Punktverluste leisten.
Frage: Befürchten Sie, dass ein ähnlicher Schlendrian aufkommen könnte wie im vergangenen November, als Bayern einige Zähler verschenkte?
Robben: Angst habe ich nicht, aber wir müssen einander immer anfeuern, bei so einem Spitzenverein wie dem FC Bayern gibt es immer wieder ein nächstes Spiel und wir spielen weiterhin alle drei Tage.


