Köstner zurück in Reihe zwei - Schuster vor Unterschrift
Von Mathias Frohnapfel
München - Lorenz-Günther Köstner jubelte frenetisch nach dem 2:1-Sieg seines VfL Wolfsburg über Bayer Leverkusen im DFB-Pokal ( Bericht), es war zugleich sein letztes Spiel als Interimstrainer der "Wölfe" ( DATENCENTER: DFB-Pokal).
Denn die Trainersuche in Niedersachen hat ein Ende gefunden.
Neuer Chefcoach der Profimannschaft wird aller Voraussicht nach Ex-Real-Trainer Bernd Schuster.
Nach SPORT1-Informationen hat der Europameister von 1980 allerdings noch nicht unterschrieben.
Die Gespräche mit Schuster dauern an.
"Ein heißer Kandidat"
LIGA total!-Experte Schuster hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass ihn die Bundesliga sehr reizen würde.
Zumal es für den ehemaligen Nationalspieler die Premiere als Bundesliga-Coach wäre, mit Real Madrid holte der 52-Jährige bereits 2008 den Titel in Spanien.
"Er ist ein heißer Kandidat, aber nicht der einzige Kandidat", sagte VfL-Manager Klaus Allofs zum Interesse an Schuster. "Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, wir wollen es aber so schnell wie möglich klarmachen."
Köstner trainiert ab sofort wieder die U23-Mannschaft der "Wölfe", als Co steht ihm Alexander Strehmel zur Seite.
Köstner verabschiedet sich vom Team
"Es herrschen klare Verhältnisse. Ich habe mich von jedem Einzelnen verabschiedet", sagte Köstner nach einem gemeinsamen Frühstück mit dem Profiteam: "Natürlich ist man immer traurig, wenn man von einer Mannschaft weggeht."
Dennoch blickt Köstner, der in einer Pressemitteilung des Vereins zitiert wird, positiv auf seine Amtszeit zurück.
"Ich habe die Jungs in einer sehr schwierigen Phase übernommen. Trotz mancher Rückschläge hat mir die Arbeit in der Bundesliga wieder sehr viel Spaß gemacht", sagte er.
Hoffnung auf die Rückrunde
"Ich habe mich sehr gefreut, dass wir mit dem Einzug ins Viertelfinale einen guten Jahresabschluss geschafft haben."
Sicher werde sich die Mannschaft weiter stabilisieren, ist Köstner überzeugt.
Allofs sagte dem Oberfranken Dankeschön für seinen Einsatz und erläuterte das weitere Vorgehen: "Jetzt haben wir entschieden, dass zum Ende der Hinrunde der richtige Zeitpunkt gekommen ist, eine perspektivische Entscheidung zu treffen"
Starke Moral gegen Leverkusen
Der VfL dürfte so mit Aufbruchstimmung in den Weihnachtsurlaub starten.
Im DFB-Pokalachtelfinale hatte sich das Team mit großer Moral nach dem Eigentor von Fagner (31.) gegen das Ausscheiden gewehrt (DIASHOW: Das DFB-Pokal-Achtelfinale).
Dank Christian Träsch (77.) und Bas Dost (89.) glückte vor 10.781 Zuschauer noch der Sieg und damit auch ein halbwegs versöhnlicher Jahresausklang mit den VfL-Fans.
Im Viertelfinale am 26./27. Februar gastiert der VfL Wolfsburg beim Drittligisten Kickers Offenbach.
Für den aktuell Tabellen-15. der Bundesliga ergibt sich so womöglich noch ein Weg ins internationale Geschäft.


