Bayern München hat das Krisengerede zumindest für ein paar Tage verstummen lassen und seine Chance auf das ersehnte Triple gewahrt.
Der Rekordcupsieger gewann auch ohne Arjen Robben und den verletzt ausgewechselten Bastian Schweinsteiger nach souveräner Vorstellung 2:0 (1:0) beim harmlosen VfB Stuttgart und zog damit ins Halbfinale des DFB-Pokals ein.
Der starke Franck Ribery (30.) und der frühere Stuttgarter Mario Gomez (46.) entschädigten die Münchner mit ihren Toren für den Verlust der Bundesliga-Tabellenspitze am vergangenen Wochenende.
Stuttgart, in der Liga nach sieben Spielen ohne Sieg Elfter, muss seine wohl letzte Hoffnung auf den Einzug in die Europa League begraben.
Robben saß nur auf der Bank, Schweinsteiger verletzte sich am Sprunggelenk und musste früh raus (17.).
Wie schwer die Blessur ist, soll am Donnerstag in München eine Röntgenuntersuchung zeigen. "Wir hoffen, dass es vielleicht nur eine Kapselverletzung ist", sagte Sportdirektor Christian Nerlinger bei "Sky".
"Geschenke werden heute nicht verteilt", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes vor dem Spiel in Anspielung auf den 46. Geburtstag seines Stuttgarter Kollegen Bruno Labbadia.
Seine Entscheidung, Luiz Gustavo für Robben in die Startelf zu beordern, wollte er nicht als Gefallen für den VfB verstanden wissen.
"Nach dem Start in die Rückrunde musste ich reagieren", sagte Heynckes angesichts der durchwachsenen Leistungen in den ersten drei Ligaspielen über Robben: "Ich hätte vorne jeden wegnehmen können, die haben alle nicht so gut gespielt."
Es traf nur Robben, obwohl Heynckes diesem "ansteigende Form" attestierte.



