Dynamo Dresden hat die Ausschreitungen im Rahmen des DFB-Pokalspiels bei Hannover 96 (3:4 i.E.) am Mittwochabend verurteilt. "Dieses Verhalten einer begrenzten, leider aber zu großen Gruppe", habe "tausende friedliche Fans wieder landesweit diskreditiert", hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.
Dies liege "zuerst in der Verantwortung derer, die aggressiv auftreten, dabei Einlässe stürmen, geltende Regeln im Stadionbereich massiv brechen oder die Begrenzungen zum Innenraum überwinden", heiß es weiter: "Dass Letzteres in Hannover offensichtlich in harmloser Absicht geschah und schnell wieder vorbei war, ist dabei unerheblich."
Bei den Krawallen in Hannover hatten Dresdner Fans vor dem Spiel die Stadioneingänge der AWD-Arena gestürmt. Nach Angaben der Polizei wurden drei Anhänger festgenommen.
Außerdem kamen 18 Personen vorübergehend in polizeiliches Gewahrsam. Insgesamt gab es neun Verletzte.
Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat bereits Ermittlungen zu dem Spiel aufgenommmen. Dem sächsischen Verein droht nun eine harte Strafe, womöglich bis hin zu einem Ausschluss aus dem kommenden Pokalwettbewerb.
Im vergangenen Jahr waren die Sachsen in erster Instanz noch vom diesjährigen Wettbewerb ausgeschlossen worden. Erst in der Berufungsverhandlung fiel das Urteil milder aus.



