Jetzt karten die Verantwortlichen des FC Bayern doch noch mal nach - trotz des Verzichts auf einen offiziellen Protest:
Nach der durch das DFB-Sportgericht verhängten Zwei-Spiele-Sperre für Franck Ribery für dessen Platzverweis beim FC Augsburg im DFB-Pokal (2:0) hat Matthias Sammer erneut heftige Kritik geübt - sowohl am Strafmaß als auch an Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer.
"Ich persönlich respektiere es überhaupt nicht und bin stocksauer, dass in dieser Diskussion ein Mann, der einen rabenschwarzen Tag hatte, überhaupt nicht zur Diskussion steht. Das kann ich nicht verstehen”, sagte der Sport-Vorstand der "Bild".
Sammer ergänzte: "Dass der Schiedsrichter an diesem Tag eine katastrophale Leistung gezeigt hat, ist bisher völlig untergegangen und auch nicht bewertet worden. Dass der Spieler Koo für mich in der Verhältnismäßigkeit das Gleiche getan hat wie Franck Ribery, steht heute überhaupt nicht mehr zur Diskussion."
Hintergrund: Nachdem der Augsburger Ja-Cheol Koo ins Gesicht gegriffen hatte, war Ribery mit der gleichen Tätlichkeit aufgefallen - und hatte Rot gesehen. Koo dagegen war mit einer Gelben Karte belangt werden.
Vor Sammer hatte sich bereits Karl-Heinz Rummenigge über die Sperre für Ribery ereifert, der deshalb auch im Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund fehlen wird (26. oder 27. Februar).
"Leider ist das Sportgericht unseren Argumenten nicht gefolgt, dass es sich nur um eine Unsportlichkeit gehandelt hat. Wir haben keine Möglichkeit gesehen, das Mindeststrafmaß zu verhindern", kommentierte Bayerns Vorstandsboss.



