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Matthias Zimmermann vom KSC spielte bisher elf Mal für die U-17-Nationalmannschaft © getty

Bei der Heim-EM der U-17-Junioren stehen den Deutschen starke Gegner gegenüber - doch das Team muss sich keinesfalls verstecken.

München - Das Finale ist fast ausverkauft, das Team in diesem Jahr noch ohne Gegentor und "Kaiser" Franz Beckenbauer fordert den Titel: Deutschlands U-17-Junioren gehen als einer der großen Favoriten in die am Mittwoch startende Heim-EM.

"Wenn wir Gastgeber eines solchen Turniers sind, dann sollte der Titelgewinn das Ziel sein. Das wäre der Lohn für die Nachwuchsarbeit", sagte Beckenbauer.

Der deutsche Nachwuchs startet in Erfurt gegen die Türkei (ab 18.15 Uhr LIVESCORES) in das Turnier.

Für das Team von Trainer Marco Pezzaiuoli endet damit eine zweijährige Vorbereitungsphase.

In Gruppe B gegen die Mitfavoriten

"Auf diesen Moment haben wir lange hingearbeitet. Natürlich wollen wir möglichst weit kommen, am liebsten bis in das Finale", sagte der DFB-Coach.

Für das Endspiel in Magdeburg am 18. Mai sind bereits 22.000 Karten vergriffen, im freien Verkauf sind nur noch knapp über 1000 Tickets erhältlich.

Am Samstag folgt schließlich das ewig junge Duell gegen England in Jena, drei Tage später das letzte Spiel der Gruppe B an gleicher Stelle gegen die Niederlande.

"Diese Teams haben in der Qualifikation die Maximalpunktzahl geholt. Das sagt schon einiges aus", sagte Pezzaiuoli warnend.

In sechs Spielen ohne Gegentor

In der Gruppe A spielen Titelverteidiger Spanien, Vize-Europameister Frankreich und der Nachwuchs von Weltmeister Italien.

Selbst die Schweiz, U-17-Champion 2002, ist kein Außenseiter.

Der deutsche Nachwuchs muss sich hinter den vom Namen her großen Konkurrenten aber keinesfalls verstecken.

In diesem Jahr kassierte die Mannschaft in sechs Spielen noch kein Gegentor.

"Wenn wir Europameister werden und dabei ein Gegentor bekommen sollten, kann ich damit leben", meinte Pezzaiuoli.

Vergleich auf hohem Niveau

Sein engültiges Aufgebot musste er erst am Dienstag bekannt geben.

Ein Pool von 30 Talenten schrumpfte zum 18-köpfigen EM-Kader zusammen.

Das der Sprung zum Turnier für die Karriere enorm wichtig ist, betont auch Beckenbauer: "Für mich waren meine Jugend-Länderspiele bedeutsame Etappen in der Entwicklung. Diese Vergleiche auf höchstem Niveau sind enorm wichtig."

Der Titel ist das Ziel

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer wurde 1986 U-18-Europameister mit der DDR und schlägt in die gleiche Kerbe wie Beckenbauer.

"Das ist ein ganz wichtiges Turnier für uns. Der Titel ist das Ziel.

Der gibt Selbstvertrauen und ist wichtig für die Entwicklung der Spieler", sagte Sammer.

Die WM als wichtiges Sprungbrett

Dass der Nachfolger der U-16-EM der Start für eine große Karriere sein kann, zeigt die Liste der besten Spieler.

Seit der Einführung des Turniers 2002 wurden heutige Stars wie Wayne Rooney (Manchester United), Cesc Fabregas (FC Arsenal) und Bojan Krkic (FC Barcelona) zum Spieler der EM gewählt.

Vor drei Jahren erhielt Toni Kroos von Bayer Leverkusen die Auszeichnung.

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