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Roman Weidenfeller bestritt bisher 161 Bundesligaspiele für Dortmund und Lautern © imago

"Er ist in der engeren Wahl", sagt der Bundestorwarttrainer. Eilhoffs Hoffnungen erhalten hingegen einen kleinen Dämpfer.

München - Andreas Köpke hat Torwart Roman Weidenfeller von Borussia Dortmund für die Asienreise der deutschen Nationalmannschaft (26. Mai bis 3. Juni) ins Gespräch gebracht.

"Er ist in der engeren Wahl", sagte der Bundestorwarttrainer dem "kicker".

Auch Bundestrainer Joachim Löw äußerte sich positiv über den 28-Jährigen: "Weidenfeller ist unter ständiger Beobachtung. Er spielt gut, und Dortmund ist auf einem guten Weg."

Der BVB-Schlussmann hat allerdings noch kein Signal vom DFB erhalten: "Ich gehe davon aus, dass ich nach Saisonende normal in den Urlaub fahre."

Adler, Wiese und Neuer verhindert

Die sportliche Führung der DFB-Auswahl will sich in den kommenden zwei Wochen auf den zweiten Torhüter festlegen, der nach dem Ende der Bundesligasaison mit zu den beiden Länderspielen gegen China nach Shanghai (29. Mai) und die Vereinigten Arabischen Emirate nach Dubai (2. Juni) reist.

Löw geht davon aus, dass Robert Enke mit Hannover 96 den direkten Klassenerhalt in der Bundesliga schafft und somit für die Reise zur Verfügung steht.

Die weiteren WM-Kandidaten Rene Adler (Bayer Leverkusen) und Tim Wiese (Werder Bremen) fallen wegen ihrer Beteiligung am DFB-Pokalfinale am 30. Mai in Berlin aus.

Lehmann und Hildebrand kein Thema

Auch der Schalker Manuel Neuer kann nicht dabei sein, da er sich in dieser Zeit auf die U-21-EM in Schweden 15. bis 29. Juni) vorbereitet.

Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann (VfB Stuttgart) und Timo Hildebrand (1899 Hoffenheim) spielen in den Überlegungen von Löw und Köpke ebenso wenig eine Rolle wie Bayern Münchens Ersatztorwart Michael Rensing.

Köpke dämpft Eilhoffs Hoffnungen

Ebenso wie Weidenfeller kann sich auch der Bielefelder Schlussmann Dennis Eilhoff Chancen auf eine Einladung ausrechnen, wenngleich Köpke dessen Erwartungen bremste.

Der Europameister von 1996 bescheinigte dem Arminia-Keeper zwar "eine richtig gute Saison", merkte aber auch an: `Mir geht das heutzutage immer etwas zu schnell. Wenn ich sehe, wie lange ich damals warten musste."

Sein Aufgebot für den Asien-Trip will der Bundestrainer noch vor dem UEFA-Cup-Finale am 20. Mai in Istanbul bekannt geben.

Löw lobt Gomez

Währenddessen hat Löw Stuttgarts Torjäger Mario Gomez trotz dessen seit knapp 14 Monaten andauernder Torflaute im Nationalteam einmal mehr das Vertrauen ausgesprochen.

Löw sieht den 23-Jährigen sogar auf dem besten Weg zu einer "international großen Karriere".

Gomez habe das Potenzial dazu, "er nimmt eine Ausnahmestellung in der Bundesliga ein", lobte der Bundestrainer den von den Fans im April zum "Fußballer des Monats" gewählten VfB-Angreifer im "kicker".

Gomez ist "klar im Kopf"

Obwohl Gomez seit 733 Minuten in der DFB-Auswahl nicht mehr getroffen hat, setzt Löw weiterhin auf den Stuttgarter.

"Ich bin überhaupt nicht beunruhigt. Wie er mit der Situation umgeht, zeigt mir, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er auch bei uns wieder trifft. Ich messe ihn ohnehin nicht nur an seinen Toren, sondern auch an seinen Vorlagen und an seiner Einsatzbereitschaft."

Gomez sei "klar im Kopf, zielorientiert und selbstkritisch".

"Gomez sucht die Herausforderung"

Und er suche "die Herausforderung. Irgendwann wird er deshalb auch den Schritt machen zu einem ausländischen Top-Verein. Nicht heute oder morgen, aber vielleicht in zwei, drei Jahren wird dieser Zeitpunkt für ihn kommen", meinte der DFB-Chefcoach.

Unter Löw bestritt Gomez bisher 23 Länderspiele und erzielte dabei sechs Tore - das letzte davon am 26. März 2008 beim 4:0 gegen die Schweiz.

Seitdem ist Gomez in 14 Länderspielen ohne Torerfolg geblieben. In der Bundesliga traf er in dieser Saison bereits 19-mal, dazu kamen 9 Treffer im UEFA-Cup und 3 im DFB-Pokal.

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