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Marco Pezzaiuoli war von 1999 bis 2000 unter Jogi Löw Jugendkoordinator des Karlsruher SC © getty

Vor dem letzten Vorrundenspiel der U-17-EM gegen die Niederlande warnt Sportdirektor Sammer den DFB-Nachwuchs vor Leichtsinn.

Jena - Die deutschen U17-Fußballer sind nach furiosen Siegen gegen die Türkei (3:1) und England (4:0) zum Topfavoriten der Heim-EM aufgestiegen, aber Matthias Sammer warnt.

"Unser Ziel ist der Titel, wir haben zwei Spiele gewonnen und drei Endspiele vor uns. Wir haben noch nichts erreicht und dürfen nicht leichtsinnig werden", sagte der Sportdirektor des DFB mit Blick auf das letzte Gruppenspiel gegen den Erzrivalen Niederlande (Di., ab 17.45 Uhr LIVESCORES):

"Das ist definitiv ein besonderes Spiel. Da geht es nicht nur um den Gruppensieg. Also ich verliere nicht gerne gegen die Niederländer."

Sammer will die Anspannung in der im bisherigen EM-Verlauf mit Lob überschütteten Truppe von Trainer Marco Pezzaiuoli hochhalten.

EM 2008 als Warnung

Obwohl der Einzug in das Halbfinale (DFB-Junioren vorzeitig im Halbfinale) und die WM-Qualifikation bereits perfekt sind, soll gegen die in Gruppe B ebenfalls noch unbesiegten Niederländer unbedingt erneut eine überzeugende Leistung gelingen.

"Die Männer-Europameisterschaft 2008 ist doch Warnung genug", äußerte Sammer, "die Mannschaften, die nach zwei Spielen schon vorzeitig für die erste K.o.-Runde qualifiziert waren (Portugal, Niederlande, Kroatien, Anm. d. Red.), sind dort prompt ausgeschieden. Wir brauchen deshalb volle Konzentration und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Situation."

Buchtmann fehlt

Coach Pezzaiuoli setzte vor dem Gruppen-Finale auf Entspannung und schickte seine Kicker zum von Leinwand-Star Julia Roberts dominierten Spionage-Thriller "Duplicity" in ein Jenaer Kino. Die Erfolgsformation der beiden ersten EM-Auftritte wird er auf alle Fälle verändern.

Der bislang auffällig gute England-Legionär Christopher Buchtmann (Liverpool) fehlt nach zwei Gelben Karten, dessen Stuttgarter Mittelfeld-Kameraden Manuel Janzer plagt eine Blessur im Sprunggelenk des rechten Fußes.

Spanien unter Druck

"Es könnte sein, dass wir einige andere Spieler sehen. Der Trainer muss doch wissen, auf wen er sich verlassen kann, wenn es ernst wird", erklärte Sammer.

Der deutsche Halbfinal-Kontrahent wird in den entscheidenden Partien der Gruppe A zwischen Titelverteidiger Spanien und der Schweiz (11 Uhr in Sandersdorf) sowie Italien und Frankreich (zeitgleich in Taucha) ermittelt.

Die mitfavorisierten Spanier (Champion 2007 und 2008) sind nach zwei torlosen Unentschieden gegen die Eidgenossen (Champion 2002) zum Siegen verdammt, um die Chance auf den angestrebten Titel-Hattrick zu wahren.

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