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Manuel Janzer markierte für die Deutschen den entscheidenden 2:0-Treffer © getty

Die DFB-Junioren überzeugen trotz drei geschonter Spieler auch gegen die Niederlande und kommen als Gruppenerster weiter.

Jena - Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel hat die U17-Auswahl bei der EM im eigenen Land ihren Status als neuem Topfavoriten untermauert.

Das DFB-Team gewann gegen Erzrivale Niederlande mit 2:0 (1:0) und sicherte sich ohne Punktverlust den Gruppensieg.

Im Halbfinale treffen die deutschen Junioren am Freitag (ab 17.45 Uhr LIVESCORES) in Dessau auf Italien.

Den zweiten Halbfinal-Teilnehmer ermitteln in Grimma die Schweiz und die Niederlande, Titelverteidiger Spanien schied nach einem 0:0 gegen die Schweizer aus.

Pezzaiouli schont Hoffnungsträger

Vor 6831 Zuschauern im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld brachte der Bremer Lennart Thy die deutsche Mannschaft in der 35. Minute mit seinem zweiten Turniertreffer in Führung, die der Stuttgarter Manuel Janzer kurz nach Wiederanpfiff ausbaute (45.).

"Mit dem Spiel bin ich nicht zufrieden, mit dem Ergebnis schon", sagte DFB-Trainer Marco Pezzaiouli: "Wir haben die Vorrunde mit neun Punkten und nur einem Gegentor abgeschlossen, das ist sehr gut. Ab nun wird jedes Spiel ganz eng, die Italiener sind sehr gut organisiert."

Er musste beim letzten Vorrundenspiel auf den bisher überzeugenden England-Legionär Christopher Buchtmann (Liverpool) verzichten, der bei den Siegen über die Türkei (3:1) und England (4:0) jeweils die Gelbe Karte gesehen hatte und deshalb eine Sperre absaß. (DFB-Junioren vorzeitig im Halbfinale)

Außerdem wurden der zweimalige Torschütze Kevin Scheidhauer (Wolfsburg) sowie der gegen die Engländer im Mittelfeld überragende Mario Götze (Dortmund) geschont.

Keine Kreativität im Aufbau

Das Fehlen wichtiger Offensivkräfte machte sich im ersten Spielabschnitt deutlich bemerkbar.

Der deutschen Mannschaft fehlte es an Kreativität im Aufbau, an Genauigkeit im Zuspiel und an Durchschlagskraft.

Weil die Niederländer aufgrund der Tabellenkonstellation, wonach ihnen ein Unentschieden zum sicheren Halbfinal-Einzug gereicht hätte, aus einer verstärkten Defensive operierten, waren Torraumszenen Mangelware.

Nur als der ansonsten gute deutsche Torwart Marc-Andre ter Stegen nach einem Eckball daneben griff, kam Stefan de Vries frei zum Schuss, verzog aber knapp (15.).

Schrecksekunde nach der Halbzeit

Die Deutschen kamen durch einen Kopfball des starken Hamburger Innenverteidigers Shkodran Mustafi nach einer halben Stunde zur ersten Chance. Fünf Minuten später war Thy mit einem Schlenzer ins rechte Eck erfolgreich.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Schrecksekunde für die DFB-Auswahl, die Glück hatte, dass der Schuss von Luc Castaignos von der Lattenunterkante ins Spielfeld zurück sprang.

Im Gegenzug sorgte Janzer mit einem 20-Meter-Flachschuss für die Vorentscheidung.

Thy überzeugt erneut

Die körperlich unterlegenen Niederländer konnten sich in den Zweikämpfen nur selten durchsetzen oder scheiterten wie Castaignos (58.) an Torwart ter Stegen.

Im deutschen Team, dass nach der Gruppenphase nun nach Leipzig umzieht, überzeugten Mustafi als glänzender Abwehr-Organisator und Thy.

Die Niederländer hatten im Kapitän und Mittelfeld-Regisseur Oguzhan Özyakup sowie im wuchtigen Stürmer Castaignos ihre besten Spieler.

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