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Niederlandes Martinus van Huijgevoort (r.) attackiert Deutschlands Abu-Bakarr Kargbo © getty

Stürmer Thy spricht bereits ganz offen vom Endspiel Deutschland gegen Holland. Doch am Freitag wartet erst mal Italien.

Leipzig - Die deutschen U-17-Fußballer haben den Nachwuchs von Weltmeister Italien im Halbfinale vor der Brust, wähnen sich aber bereits im Endspiel der Heim-EM.

"Ich glaube, das Finale wird Deutschland gegen Holland heißen", sagte Stürmer Lennart Thy dem "kicker" vor dem Match gegen die Squadra Azzurra am Freitag (ab 17.45 Uhr LIVESCORES) in Dessau.

Das zweite Halbfinale bestreiten die Niederlande und die Schweiz in Grimma (11 Uhr).

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer nimmt den talentierten Angreifer von Werder Bremen auch gleich in die Pflicht: "Die Italiener werden kompakt stehen. Da müssen wir unsere eigene Torgefahr durchsetzen."

Sammer: "Wir haben hohe Ansprüche"

Der Ex-Nationalspieler und stellte klar: "Das Halbfinale sollte nicht das Ende eines Turniers sein. Wir sind von unserem Weg überzeugt und haben hohe Ansprüche."

Dennoch muss Trainer Marco Pezzaiuoli seine Schützlinge nach bisher drei Turniersiegen und nur einem Gegentor vor zu großer Euphorie warnen: "Wir müssen hoch konzentriert sein, um ins Endspiel zu kommen. Die Italiener sind taktisch sehr gut ausgebildet und es ist sehr schwer, gegen sie einen Treffer zu erzielen."

Pezzaiuolis Ansage widerspricht zumindest die Statistik. Italien hat in seinen drei Spielen bereits vier Gegentore kassiert, davon allein drei gegen den Gruppensieger Schweiz.

Letztes Duell im Herbst

Letztmals trafen die beiden U-17-Teams im September in Elversberg aufeinander. Nach Meinung von Abwehrchef Shkodran Mustafi hatten die Italiener beim 0:0 "aber sehr viel Glück".

Die Hoffnungen in der deutschen Offensive ruhen vor allem auf dem bisher überragenden Christopher Buchtmann sowie dem quirligen Mario Götze. Buchtmann war im letzten Gruppenspiel gegen die Niederlande gesperrt und soll nun die linke Seite mit seinen Dribblings wieder beleben.

Beim beeindruckenden 4:0 gegen England hatte der Jungstar des FC Liverpool bereits drei Treffer vorbereitet

(DFB-Junioren vorzeitig im Halbfinale)

.

Götze wieder Rechtsaußen

Götze (Borussia Dortmund) wird wieder auf der rechten Seite des Dreier-Angriffs zum Einsatz kommen und soll den gegen Oranje ebenfalls geschohnten Mittelstürmer Kevin Scheidhauer (VfL Wolfsburg) bedienen.

Der Karlsruher Matthias Zimmermann wiederum rückt erneut in die zentrale Position vor der Abwehr.

Gegen die Italiener geht es für die meisten deutschen Talente auch um eine mögliche Auslandskarriere. Zwar spielen alle Stammkräfte im Nachwuchs von deutschen Erst- oder Zweitligisten, doch das große Geld lockt später eher im Ausland.

Mustafi folgt Buchtmann nach England

Neben Buchtmann wird auch Mustafi im kommenden Jahr nach England wechseln. Beim FC Everton will der Innenverteidiger, ausgestattet mit einem Vertrag bis 2012, den Durchbruch schaffen.

Der Hamburger SV musste Mustafi Zähne knirschend ziehen lassen. "Bei englischen Klubs können und wollen wir finanziell nicht mithalten", sagt HSV-Nachwuchschef Jens Todt.

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