Der Titelgewinn bei der U-17-EM ist ein Ergebnis der konsequenten Nachwuchsförderung im DFB. Das führt langfristig auch zum Erfolg der A-Mannschaft, wie das Beispiel Spanien zeigt.

Was der Nationalmannschaft im vergangen Sommer bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz verwehrt geblieben ist, haben die U-17-Junioren des DFB geschafft.

In einem spannenden und gutklassigen Finale gegen die Niederlande sicherte sich die Mannschaft von Trainer Marco Pezzaiuoli den Titel.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die U 19 die Europameisterschaft gewonnen. Davor jedoch muss man lange zurückschauen, um einen Titel einer deutschen Auswahl im Junioren-Bereich zu finden.

Vor 17 Jahren siegte die deutsche U 16 mit Kapitän Lars Ricken, danach war Flaute angesagt. Diese Flaute machte sich auch beim Flaggschiff des DFB, der Nationalmannschaft, bemerkbar.

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Unter den Bundestrainern Erich Ribbeck und Berti Vogts war die DFB-Elf überaltert, junge Talente waren nicht in Sicht.

Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Zahlreiche junge Spieler wurden integriert.

Dies ist ein Ergebnis der konsequenten Nachwuchsförderung im DFB in den letzten Jahren.

Unter der Führung von Bundestrainer Joachim Löw, Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff und Sportdirektor Matthias Sammer spielen die Junioren in einem einheitlichen System, so dass der Sprung in A-Elf möglichst leicht geschafft werden soll.

Waren die Jugendturniere früher eher Randgeschehen, rücken sie mehr und mehr in die Blickpunkt. Vor der EM in Deutschland forderte Sammer ohne Umschweife den Titel und unterstütze das Team die ganzen fünf Spiele hindurch vor Ort.

Die Wertschätzung der Junioren drückt sich auch darin aus, dass beim Finale in Magdeburg die komplette DFB-Prominenz auf der Tribüne saß. Von Präsident Theo Zwanziger über Löw und Frauen-OK-Chefin Steffi Jones.

Und die Freude über den Sieg und das gezeigte Potenzial - nicht nur bei dem fantastischen Freistoß von Florian Trinks zum Siegtor - war allen anzusehen.

"Jetzt wird es Zeit, dass Jogi den Pokal auch mal wieder gewinnt", meinte Sammer nach dem Spiel.

Das der richtige Weg in diese Richtung eingeschlagen ist, beweist das Beispiel von Europameister Spanien. Die Iberer feierten in den vergangenen Jahren etliche Titel im Junioren-Bereich.

Mit Spielern wie Fernando Torres, Iker Casillas oder Cesc Fabregas. Und die waren bekanntlich im vergangenen Sommer noch einen Tick zu stark für die deutsche Elf.

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