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Lukas Podolski (l.) spielt seit 2004 in der Nationalmannschaft © getty

Manager Oliver Bierhoff verdonnert Lukas Podolski zu sozialem Engagement. Heiko Westermann muss das erste Training abbrechen.

Von Felix Götz

München - Die Ohrfeige von Lukas Podolski gegen DFB-Kapitän Michael Ballack hat für den zukünftigen Stürmer des 1. FC Köln doch noch Konsequenzen.

Vor dem ersten Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft 108038(DIASHOW: Der Kader) bei der Asienreise gegen China (Fr., ab 14 Uhr LIVE) kündigte der Manager der Nationalelf, Oliver Bierhoff, überraschend Sanktionen für den 23-Jährigen an.

"Poldi" muss im Rahmen der DFB-Aktion "Kinderträume 2011" sozusagen Sozialstunden ableisten und mehr Präsenz als andere Spieler zeigen.

"Da kann er dann zeigen, dass sein Handeln nicht vorbildhaft war", erklärte Bierhoff.

Autorität nachhaltig untergraben?

Podolski hatte beim 2:0-Sieg im Länderspiel gegen Wales (Enke nutzt seine Chance) am zweiten April seinem Kapitän nach einem Disput eine Ohrfeige erteilt.

Einige, darunter offenbar Bierhoff, fürchteten, dass diese Aktion die Autorität Ballacks nachhaltig untergraben könnte.

In Fernost wird sich dies nicht feststellen lassen, da der Mittelfeldspieler vom FC Chelsea mit seinem Klub im Finale des FA-Cup gegen den FC Everton antreten muss und deshalb nicht vor Ort ist.

Westermann bricht Training ab

Während das Thema Podolski wohl eher Bierhoff beschäftigt, trieb es Bundestrainer Joachim Löw wegen dem Schalker Heiko Westermann die Sorgenfalten ins Gesicht.

Der Verteidiger musste das erste Training in China, bei dem auch Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann mitmischte, vorzeitig wegen einer Fußverletzung abbrechen.

Ob der 25-Jährige am Freitag auflaufen kann, entscheidet sich voraussichtlich erst kurzfristig. Sollte Westermann passen müssen, würde wohl Robert Huth in die Startelf rücken.

Zu viele Ausfälle kann sich das DFB-Team jedenfalls angesichts eines Kaders von nur 17 Mann nicht leisten.

Rauball rührt Werbetrommel

Währenddessen rührten Liga-Präsident Reinhard Rauball und Bierhoff kräftig die Werbetrommel.

"Wir können ein Produkt anbieten, das sowohl sportlich als auch wirtschaftlich seriös aufgebaut ist und alle mitreißt. Deshalb ist es nicht verwegen, unsere ausländischen Freunde mit ins Boot zu nehmen", sagte Rauball im Blitzlichtgewitter der chinesischen Fotografen und vor rund 50 Journalisten aus dem Reich der Mitte.

Dabei stellte er auch die besondere Rolle der Nationalelf heraus: "Die deutsche Mannschaft ist hierhergekommen, um sich als Spitzenmannschaft zu präsentieren und nicht, um einen Ausflug zu machen."

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