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Philipp Lahm absolvierte bislang 55 Länderspiele für Deutschland © getty

Beim ersten Testspiel der Asienreise gegen China gibt es im Nationalteam einige Premieren zu feiern. Die Fakten zum Spiel.

Von Matthias Becker

München/Shanghai - Wenn Philipp Lahm die deutsche Nationalmannschaft um kurz vor 14 Uhr deutscher Zeit auf den Rasen Shanghai Stadium führt, ist das gleich in doppelter Hinsicht eine Premiere.

Zum ersten Mal trägt der Münchner Außenverteidiger im Aufeinandertreffen mit dem Team der Volksrepublik zu Spielbeginn die Kapitänsbinde des DFB-Teams.

Und dieses läuft zum ersten Mal überhaupt zu einem Länderspiel in China auf (ab 13.30 Uhr LIVE).

Dabei verhehlen die Beteiligten der DFB-Delegation nicht, dass es bei den Spielen gegen die Chinesen und am Dienstag in Dubai (ab 19.30 Uhr LIVE) gegen die vereinigten Arabischen Emirate vor allem um Marketingaspekte geht.

Gentner vor Debüt

Für die beteiligten Spieler steht trotz der strapaziösen Reise nach Bundesliga-Saisonende aber auch der sportliche Aspekt im Vordergrund.

Zum einen für Kapitän Lahm, der es als "große Ehre für mich", empfindet, "in einem so großen Land wie China die deutsche Mannschaft als Kapitän anzuführen".

Aber auch für die Neulinge in Löws Kader bietet sich in Shanghai die große Chance zur Premiere. Die wird zu Beginn der Partie aber wohl nur Christian Gentner wahrnehmen können. Der Wolfsburger soll im defensiven Mittelfeld neben Thomas Hitzlsperger auflaufen und damit sein Länderpsiel-Debüt geben.

Sport1.de hat die weiteren Fakten zum Spiel gegen China zusammengefasst:

Der Gegner:

China hat die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika schon jetzt verpasst. Nationaltrainer Gao Hongbo startet deshalb gegen Deutschland mit dem Neuafbau.

Rund ein Drittel der von ihm nominierten Spieler hat noch keine Länderspielerfahrung.

"Unser neues Ziel ist die Qualifikation für die WM 2014, wenn die U-24-Spieler, die ich berufen habe, voraussichtlich auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit sein werden", sagt Hongbo.

Die Bilanz:

Die Partie in Shanghai ist das Rückspiel zur Partie vom 12. Oktober 2005 in Hamburg.

Dort standen sich beide Teams zum ersten und bislang einzigen Mal gegenüber. Das DFB-Team siegte durch ein Elfmetertor von Torsten Frings mit 1:0.

Die Statistik:

Lukas Podolski bietet sich bei den Spielen in China und in Dubai die Chance, in die Top Ten der erflogreichsten Nationalmannschafts-Torschützen aller Zeiten einzuziehen.

Dazu fehlen den Bald-wieder-Kölner noch zwei Treffer. Bislang hat er in 62 Begegnungen 32 Treffer für das DFB-Team erzielt.

Ob Christian Gentner oder ein anderer Spieler: Der nächste Debütant, den Bundestrainer Joachim Löw aufs Feld schickt, wird der 25. Neuling in seiner Amtszeit sein.

Personelles:

Rechtzeitig zum Spiel haben sich die Personalsorgen von Löw geklärt. Der Bundestrainer kann auf die im Abschlusstraining angeschlagenen Arne Friedrich und Bastian Schweinsteiger zurückgreifen.

Friedrich bildet zusammen mit Rückkehrer Robert Huth die Innenverteidigung.

Auch der am letzten Spieltag am Kopf verletzte Torhüter Robert Enke steht bereit. Er wurde wegen einer langen Risswunde nach der Partie von Hannover in Bielefeld mit zwölf Stichen genäht, kann aber spielen.

Das sagt der Bundestrainer:

Joachim Löw: "Man merkt, dass alle noch mit den Reisestrapazen zu kämpfen haben. Es ist nicht so einfach, das wegzustecken. Wir werden alles dafür tun, dass wir das Spiel gewinnen. Sie (die Chinesen, Anm. d. Red.) werden uns aber körperlich alles abverlangen."

Die voraussichtliche deutsche Mannschaftsaufstellung:

Enke - Hinkel, Friedrich, Huth, Lahm - Schweinsteiger, Gentner, Hitzlsperger, Trochowski - Gomez, Podolski

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