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Schalkes Torwart Manuel Neuer verhinderte bei seinem Debüt weitere Gegentor © getty

Drei Debütanten kommen in der DFB-Elf gegen die Arabischen Emirate zum Einsatz. Einer überzeigt besonders. Die Einzelkritik.

München - Schalkes Torwart Manuel Neuer stand in Dubai beim Spiel gegen die Vereinigten Arabischen Emirate erstmals im Tor der deutschen Nationalmannschaft.

Die beiden Gegentreffer beim 7:2-Sieg konnte der starke Neuer nicht verhindern, allerdings zeigte er sich bei einigen weiteren guten Chancen der Emirate bestens auf dem Posten.

Der vierfache Torschütze Mario Gomez konnte ebenso überzeugen wie der Hamburger Piotr Trochowski.

Die eingewechselten Tobias Weis und Christian Träsch kamen ebenfalls zu ihrem Debüt, konnten aber keine Akzente mehr setzen.

Sport1.de hat die Einzelkritik der deutschen Nationalspieler.

Manuel Neuer: Starkes Länderspiel-Debüt des Schalkers. Bewahrte die DFB-Auswahl mit einigen Klassereflexen zunächst vor einem Gegentor, bei beiden Toren der VAE chancenlos. Konnte im Kampf um die Nummer eins Pluspunkte sammeln.

Andreas Hinkel: Keine gute Empfehlung des Schottland-Legionärs. Wirkte in der Defensive oft schlafmützig. Bereitete aber nach zögerlichem Beginn immerhin zwei Treffer vor.

Arne Friedrich: Einige Male unkonzentriert. Die mangelnde Spielpraxis war dem lange verletzten Berliner ein paar Mal anzumerken. Zur Pause mit leichten Oberschenkelproblemen ausgewechselt.

Heiko Westermann: Hatte die Lufthoheit, aber auch ab und an Probleme am Boden. Erzielte mit seinem zweiten Länderspieltor aber die Führung.

Philipp Lahm: Begann ungewohnt fahrlässig, fing sich dann und bereitete das 1:0 vor. Insgesamt aber wenig Glanz.

Bastian Schweinsteiger: Der Ersatz-Kapitän spielte wieder auf der rechten Seite, zog aber oft nach innen. Machte das Spiel trotz eines großen Pensums zunächst aber langsam, steigerte sich dann zusehends und hatte einige gute Szenen.

Christian Gentner: Wie schon gegen China sehr unauffällig und gehemmt. Konnte keine Eigenwerbung betreiben.

Thomas Hitzlsperger: Solide Leistung. Nach vorne mit einigen guten Anspielen, in der Rückwärtsbewegung mit Schwächen.

Piotr Trochowski: Ein Aktivposten. Immer anspielbar, mit gescheiten Pässen und großem Laufpensum, auch wenn er in der zweiten Hälfte abbaute. Mit dem Tor zum 3:0 belohnt. In der 85. Minute traf er außerdem noch den Pfosten.

Mario Gomez: Erst erneut glücklos, dann die Erlösung nach 829 torlosen Minuten. Mit dem Treffer zum 2:0 beendete der Neu-Münchner seine über 14 Monate andauernde Torflaute im DFB-Team. Legte dann sogar noch dreimal nach. Erster Viererpack im Nationaldress, wirkte nach seinen Toren befreit.

Lukas Podolski: Mit einigen guten Schussgelegenheiten. Hatte bei einem Pfostentreffer in der Anfangsphase Pech, ansonsten fehlte die Genauigkeit. Bereitete das erste Gomez-Tor aber mustergültig und uneigennützig vor.

Cacau: Ersetzte nach dem Wechsel Podolski. Führte sich mit der Vorlage zum 5:0 durch Gomez gleich gut ein. Auch danach fleißig, aber wenig torgefährlich.

Robert Huth: Nach dem dürftigen Comeback in China erneut mit kleineren Unsicherheiten.

Marcel Schäfer: Ersetzte in der 57. Minute Lahm. Konnte sich nicht mehr in den Vordergrund spielen.

Tobias Weis: 28. Neuling der Ära Löw. Wurde für Hitzlsperger eingewechselt. Unauffällig.

Christian Träsch: Der Stuttgarter erhielt kurz vor Schluss auch noch seine Bewährungschance.

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