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Michael Ballack muss wegen seiner Fußverletzung erneut die Länderspiele absagen © getty

Michael Ballacks Verletzungspech hält an. Trotzdem rechnet Bundestrainer Joachim Löw nicht mit einer längeren Pause seines Spielführers.

München/Oberhaching - Michael Ballacks Verletzungspech hält an:

Auch in den beiden ersten WM-Qualifikationsspielen wird der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft fehlen.

Dies bestätigte Bundestrainer Joachim Löw nach dem Abschiedsspiel von Oliver Kahn zwischen dem FC Bayern und der DFB-Auswahl (1:1).

"Unmöglich, dass er in einem von beiden Spielen zum Einsatz kommt", sagte Löw vor den Partien am Samstag in Liechtenstein und vier Tage später in Finnland.

Schon zum Saisonauftakt gegen Belgien (2:0) hatte Ballack wegen einer im ersten Premier-League-Spiel mit dem FC Chelsea erlittenen Fußverletzung zuschauen müssen.

Schwere Stauchung un Sehnenentzündung

Dennoch war der 31-Jährige zum Treffen der deutschen Mannschaft nach München gereist, um sich in der Praxis von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München untersuchen zu lassen.

Dort wurde eine schwere Stauchung mit Sehnenentzündung am linken Mittelfuß diagnostiziert.

Ballack wird in den kommenden Tagen intensiv von der medizinischen Abteilung behandelt werden.

Bundestrainer rechnet mit schneller Rückkehr

Trotz der erneuten Zwangspause des Mittelfeldspielers rechnet Löw mit einer schnellen Rückkehr.

"Ich mache mir um Michael keine Sorgen. Dass aus seiner Fußverletzung eine ähnlich ernste Angelegenheit wird wie letzte Saison, ist auszuschließen",sagte der 48-Jährige der Münchener "tz".

"2007 war es eine andere, langwierige Verletzung", so Löw weiter. "Es ist diesmal nur ein Bluterguss in Folge eines Schlages, alles ist absehbar".

Aussöhnung mit Bierhoff

Zudem fand ein klärendes Gespräch zwischen Ballack, der offenbar noch vor der Abreise des Nationalteams nach Liechtenstein zu seinem Klub zurückkehren wird, und Nationalmannschafts-Teammanager Oliver Bierhoff statt.

Nach dem Streit zwischen Ballack und Bierhoff im Anschluss an das verlorene EM-Finale gegen Spanien in Wien am 29. Juni (0:1) sprachen sich die beiden Streithähne aus.

"Das Gespräch zwischen Michael Ballack und Oliver Bierhoff war schon lange für August oder September geplant. Doch das ist eine interne Geschichte und jetzt zweitrangig. Wichtig ist, dass Michael schnell wieder gesund wird", sagte Löw.

Der 48-Jährige hatte zuletzt Ballacks Wortwahl bei der Diskussion im Wiener Ernst-Happel-Stadion als "nicht so ganz geschickt" bezeichnet.

Keine Nachnominierung

Auf eine Nachnominierung für Ballack verzichtete Löw, der ansonsten alle 21 Spieler seines Kaders für die WM-Qualifikationspartien in der Sportschule Oberhaching begrüßen konnte.

Darunter war auch Rückkehrer Andreas Hinkel von Celtic Glasgow, der erstmals seit fast drei Jahren wieder zum DFB-Aufgebot gehört. Der frühere Stuttgarter war als Nachrücker für den verletzten Bremer Torsten Frings nominiert worden, der wegen eines Nasenbeinbruchs absagen musste.

Erleichtert zeigte sich dert Bundestrainer darüber, dass Angreifer Miroslav Klose beim 4:1-Erfolg von Rekordmeister Bayern München gegen Hertha BSC Berlin am Sonntag seinen ersten Treffer seit Monaten markierte.

"Ich habe mich sehr für Miroslav Klose gefreut, absolut. Man kann ja mit dem Spieler mitfühlen - wenn er sich die Chancen herausarbeitet und kein Treffer dabei herauskommt. Dieses Tor ist jetzt Gold wert für ihn", meinte Löw.

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