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Marko Marin schoss in sechs Spielen für das DFB-Team ein Tor © getty

Im Interview spricht Marko Marin über die U-21-EM, seinen angestrebten Wechsel nach Bremen und die Ähnlichkeit zu Lionel Messi.

Von Matthias Becker

Vor einem Jahr musste Marko Marin noch zuschauen, als bei der EM in Österreich und der Schweiz der Titel vergeben wurde.

Als große Überraschung wurde der kleine Dribbelkünstler von Joachim Löw in den erweiterten Kader zur Vorberweitung auf das Turnier berufen - und vor Turnierbeginn wieder aussortiert.

Das ist im Sommer 2008 natürlich nicht mehr passiert.

Marin ist einer der Schlüsselspieler im Kader der deutschen U 21 von Trainer Horst Hrubesch, die bei der Europameisterschaft in Schweden den Titel anpeilt.

Im Sport1.de-Interview spricht Marin über die Chancen des DFB-Teams, den Vergleich mit Superstar Lionel Messi und seinen bevorstehenden Wechsel zu Werder Bremen.

Sport1.de: Herr Marin, fühlen Sie sich im Kreise der U 21 eigentlich als Star?

Marko Marin: Auf keinen Fall. Ich bin immer noch der Jüngste in der Mannschaft, fühle mich immer noch als Teil des Teams und will einfach nur helfen, das große Ziel "EM-Titel" zu erreichen.

Sport1.de: Die Wechsel-Spekulationen um Ihre Personen sind allerdings schon starwürdig. Wie ist aus Ihrer Sicht der aktuelle Stand?

Marin: Ich habe den Verantwortlichen in Mönchengladbach mitgeteilt, dass ich den Verein verlassen möchte. Für meine Entwicklung wäre es förderlich, wenn ich international spielen könnte. Bremen ist an mir interessiert, daher würde ich gerne für Werder spielen. Jetzt hoffe ich auf eine schnelle Entscheidung.

Sport1.de: Haben Sie die Befürchtung, dass die Borussia sich querstellen könnte?

Marin: Klar würde mich der Verein gerne behalten und ich habe in Mönchengladbach viele wichtige Erfahrungen gesammelt. Trotzdem wäre es schön, wenn die Sache bald erledigt wäre. Ich bin zuversichtlich, dass das klappt.

Sport1.de: Was erhoffen Sie sich vom Wechsel nach Bremen?

Marin: Wie gesagt: Es ist wichtig für mich, so schnell wie möglich international zu spielen, auch mit Blick auf die Nationalmannschaft. Schließlich möchte ich mich empfehlen und möglicherweise bei der WM 2010 dabei zu sein. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich junge Spieler in Bremen sehr gut entwickeln können.

Sport1.de: Mit der Europameisterschaft steht ein großes Turnier an. Was sind Ihre Erwartungen? Was haben Sie sich vorgenommen?

Marin: Das ist ein absolutes Highlight für mich. Wir haben eine gute Mannschaft und wir haben große Ziele.

Sport1.de: Jetzt kennen Sie ja sowohl das A-Team als auch die U 21. Was sind die größten Unterschiede?

Marin: Es ist einfach ein Riesen-Unterschied. Alleine das Medieninteresse ist beim A-Team noch viel größer. Aber bei der U 21 läuft alles professionell ab und die Spannung ist vor einem Turnier auch größer als vor einem normalen Länderspiel.

Sport1.de: Ist der Druck bei der U 21 für Sie persönlich größer?

Marin: Nicht unbedingt. Ich weiß, dass ich der Mannschaft helfen muss. Aber der Druck ist bei jedem Spieler da, der auf dem Platz steht.

Sport1.de: In Spanien werden Sie in den Zeitung schon "El Messi Aleman" ? der deutsche Messi ? genannt. Wussten Sie das schon?

Marin: Nein, das wusste ich noch nicht.

Sport1.de: Können Sie sich vom Spielertyp her mit Lionel Messi vergleichen?

Marin: Das ist noch zu weit entfernt. Messi ist einfach Messi und für mich einer der weltbesten Spieler im Moment. Mich mit ihm zu vergleichen, das wäre falsch. Klar schaut man auf ihn und seine Spielweise und will sich etwas abschauen. Und es ehrt mich natürlich, wenn ich so genannt werde. Das ist schön. Aber noch habe ich nichts erreicht.

>>>Hier geht's zum zweiten Teil des Interviews

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