vergrößernverkleinern
Marko Marin im Gespräch mit Sport1.de- Redakteur Matthias Becker. Bild: firo © SPORT1

Im zweiten Teil des Interviews spricht Marko Marin über seine Rolle in der deutschen U 21 und den Traum von der WM 2010.

Von Matthias Becker

Im zweiten Teil des Sport1.de-Interviews spricht Marko Marin über seine Rolle in der deutschen U 21, das Ziel EM-Titel und die Chancen auf seine Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika.

Sport1.de: Was fehlt Ihnen in ihrem Spiel noch? In welchen Bereichen wollen Sie sich verbessern?

Marin: Es gibt immer viele Sachen, an denen man arbeiten kann. Ich bin mit meiner Saison, den Toren und Torvorlagen, zufrieden. Aber es geht immer ein bisschen mehr. Gerade im Defensivverhalten kann ich als Offensivspieler noch dazulernen.

Sport1.de: Spielen Sie bei der U 21 taktisch eine andere Rolle als beim Verein?

Marin: Wir spielen hier ein anderes System als in Gladbach. Daher unterscheiden sich meine Aufgaben auf dem Spielfeld von denen im Klub.

Sport1.de: Was wäre denn Ihre Wunschposition?

Marin: Die gibt es eigentlich nicht. Ich fühle mich wohl auf der linken Offensivseite oder als zweite Spitze.

Sport1.de: Gerade das Zusammenspiel mit Mesut Özil funktioniert bei der U 21 ja schon hervorragend.

Marin: Mesut ist ein Super-Spieler und hat das in dieser Saison auch in der Bundesliga gezeigt. Es ist schön, mit ihm zusammenzuspielen. Das passt sehr gut. Wir sind beide offensivstark. Und mit einem starken Mitspieler ist es für einen selbst auch leichter, gut zu spielen.

Sport1.de: Deutsche Teams zeichnen sich oft durch einen großen Mannschaftsgeist aus, zuletzt gesehen bei der U 17. Spüren Sie das bei der aktuellen U 21 auch schon?

Marin: Auf jeden Fall. Das war auch unser Ziel und deshalb sind wir auch schon so früh zusammengekommen, um uns als Mannschaft besser zu finden. Das ist sehr wichtig.

Sport1.de: Ist es denn eigentlich schwierig, nach der kräftezehrenden Saison und dem Abstiegskampf mit Gladbach jetzt die Spannung für das Turnier aufzubauen?

Marin: Die Saison war anstrengend und lang. Aber wenn die EM vor der Tür steht, freut sich jeder Spieler darauf. Egal ob Ashkan (Dejagah, Anm. d. Red.), der Deutscher Meister geworden ist, oder ich. Wir wollen alle auf das eine Ziel hinaus und da freut sich jeder drauf.

Sport1.de: Der Trainer hat das klare Ziel EM-Titel ausgegeben. Kann das die Mannschaft auch hemmen?

Marin: Das ist eher motivierend. Wenn man dieses Ziel vor Augen hat, ziehen alle an einem Strang, wenn sie in die Spiele gehen. Wir haben die Qualität, die meisten Spieler sind Stammkräfte in der Bundesliga. Wir sind zuversichtlich.

Sport1.de: Richtet sich bei Ihnen der Blick denn auch schon ein bisschen weiter nach vorne? Im nächsten Jahr steht schließlich die WM in Südafrika an und sie haben auch schon Länderspiele im A-Team gemacht.

Marin: Das Thema ist immer präsent. Und das ist natürlich auch ein Ziel, auch wenn es noch ein bisschen weit weg ist. Die volle Konzentration lag erstmal auf der Borussia, damit wir nicht absteigen. Das haben wir geschafft. Jetzt geht es hier um den EM-Titel. Erst 2010 mache ich mir Gedanken über die WM.

Sport1.de: Machen Sie sich große Hoffnungen, dass Sie mitgenommen werden?

Marin: Bei den letzten Länderspielen war ich dabei. Und wenn meine Leistung im kommenden Jahr stimmt, dann wird der Bundestrainer das bemerken.

Hier geht's zurück zum ersten Teil des Interviews

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel