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1:0-Schütze Benedikt Höwedes (M.) feiert den Assistgeber Mesut Özil © getty

In einem lange schwachen Spiel sorgt ein schneller Doppelschlag binnen drei Minuten für den deutschen Sieg gegen Finnland.

Halmstad - Dank Mesut Özil sind die deutschen U-21-Kicker bei der EM in Schweden auf gutem Weg zum ersten Halbfinal-Einzug seit 27 Jahren.

Der Bremer Mittelfeldspieler bereitete nach einer fast unzumutbaren ersten Stunde beim 2:0 (0:0) gegen Außenseiter Finnland innerhalb von drei Minuten beide Tore vor.

Nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Topfavorit Spanien genügt der Auswahl von DFB-Trainer Horst Hrubesch im abschließenden Gruppenspiel am Montag erneut gegen England (20.30 Uhr LIVE) ein Punkt, um den erstmaligen Einzug in die Vorschlussrunde seit 1982 perfekt zu machen (DATENCENTER: Die U-21-EM).

Das stellte England später mit dem 2:0-Erfolg gegen Konkurrent Spanien sicher (Spielbericht) .

Doppelschlag aus dem Nichts

Nachdem sich die deutschen Junioren im ersten Durchgang nicht nur in den Augen von Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff "von den Finnen dominieren ließen", sorgte ein Doppelschlag aus dem Nichts für den ersten Sieg 2009 und großen Jubel im deutschen Lager.

Zunächst köpfte der Schalker Benedikt Höwedes, der die U 21 mit seinem Tor in Frankreich überhaupt erst zur EM geschossen hatte, einen Freistoß von Özil ein (59.).

Dann behielt der Bremer nach einem öffnenden Pass von Kapitän Sami Khedira die Übersicht, der bis dahin völlig abgetauchte Wolfsburger Ashkan Dejagah musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben 119604(DIASHOW: Die Bilder des Spiels) .

Schmelzer statt Boenisch

Da Özil trotz Rückenproblemen auflaufen konnte, nahm Trainer Horst Hrubesch nur eine Änderung vor. Statt des an einer Bänderdehnung im Knöchel laborierenden Sebastian Boenisch stand der Dortmunder Marcel Schmelzer in der Anfangsformation.

Die Finnen begannen mit acht A-Nationalspielern, darunter der Bielefelder Stoßstürmer Berat Sadik.

Auf den Rängen im Stadion Örjans Vall gaben die Fans aus dem schwedischen Nachbarland klar den Ton an. Und auch die erste Chance hatten die Finnen durch eine Direktabnahme aus etwa 20 Metern von Jukka Raitala, die Torhüter Manuel Neuer bei tiefstehender Sonne einige Mühe bereitete (9.).

Marin fällt nur durch Frustfoul auf

Die deutschen Junioren fanden wie gegen Spanien zunächst nicht ins Spiel. Zu wenig Bewegung, Unkonzentriertheiten und daraus resultierend viele leichte Fehler prägten das Bild, die Finnen zeigten deutlich mehr Biss und bestimmten das Geschehen.

Khedira schaffte es im zentralen Mittelfeld erneut lange nicht, das Spiel an sich zu ziehen. Hoffnungsträger Marko Marin fiel nur durch ein böses Frustfoul am finnischen Torhüter auf, auch Özil gelang eine Stunde lang wenig.

1:7 Torschüsse in der ersten Halbzeit aus deutscher Sicht sprachen eine deutliche Sprache.

Hrubesch nicht zufrieden

Nach dem Wechsel diente ein 20-m-Schuss von Schmelzer (53.) als Weckruf. Plötzlich setzte Özil die entscheidenden Akzente, Khedira leitete das 2:0 mit einem sehenswerten Pass ein.

Hrubesch war dennoch nicht glücklich, mit dem Gebotenen: "Ich bin nicht zufrieden, vor allem nicht mit der ersten Halbzeit. Wir wussten ja wie sie spielen, das Spiel musste man aber auch annehmen. Dass wir die Standardsituation dann genutzt haben, hat uns einiges erleichtert."

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