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Nicht nur wegen seines Tors bester Mann: Benedikt Höwedes © getty

Trotz des Sieges haben die meisten deutschen U-21-Spieler gegen Finnland nicht die beste Figur gemacht. Die Einzelkritik.

Halmstad - Es war eine schwere Geburt, am Ende aber verlief sie erfolgreich.

Das 2:0 der deutschen U 21 im zweiten Gruppenspiel gegen Finnland (Spielbericht) fiel am Ende aber nicht unter die Kategorie Glanzlicht.

Lange Zeit kamen die Deutschen nicht mit den gut organisierten und bissigen Finnen zurecht und fanden erst nach einer erfolgreichen Standardsituation ins Spiel.

In der Einzelkritik fiel am Ende trotzdem beileibe nicht jeder deutsche Akteur positiv auf.

Manuel Neuer: Im ersten Durchgang bei tiefstehender Sonne mit ungewohnten Unsicherheiten. Danach nicht mehr geprüft.

Andreas Beck: Offensiv aktiver als gegen Spanien, defensiv etwas fahrig.

Jerome Boateng: Hatte mit dem in der Bundesliga torlosen Bielefelder Berat Sadik lange mehr Mühe als zuvor mit Barcelonas "Wunderkind" Bojan Krkic. Trug insgesamt dennoch zur defensiven Sicherheit bei.

Benedikt Höwedes: Bester deutscher Spieler. Defensiv fehlerlos, köpfte bezeichnenderweise das erlösende 1:0.

Marcel Schmelzer: Wirkte lange nervös, leistete sich viele unnötige Ballverluste. Sein 20-m-Schuss nach 53 Minute diente als Weckruf.

Sami Khedira: Verfiel schnell in den Trott des Spanien-Spiels. Leitete das 2:0 aber mit einem Traumpass ein.

Dennis Aogo: Mit ungewohnten Unkonzentriertheiten. Wurde zur Halbzeit ausgewechselt.

Gonzalo Castro: Etwas aktiver und besser eingebunden als gegen die Spanier, aber ohne zwingende Aktionen.

Marko Marin: Fiel im ersten Durchgang nur durch ein Frustfoul am finnischen Torhüter auf. Ohne Selbstvertrauen, dribbelte sich immer wieder fest. Nach einer Stunde nicht grundlos ausgewechselt.

Mesut Özil: Gegen Spanien stark, aber in den entscheidenden Aktionen glücklos, spielte er diesmal lange schwach und entschied dann mit zwei Vorlagen das Spiel fast alleine.

Ashkan Dejagah: 60 Minuten annähernd ein Totalausfall - dann der Schütze des 2:0.

Patrick Ebert: Zur Halbzeit eingewechselt. Brachte durch sein Engagement etwas frischen Wind.

Änis Ben-Hatira: Nach einer Stunde eingewechselt. Solide, aber ohne Glanzpunkte.

Sandro Wagner: Kam sechs Minuten vor Ende noch zu seinem EM-Debüt.

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