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In England erzielte Christian Pander (l.) im Vorjahr bei seinem Debüt das 2:1 für Deutschland © imago

Fast genau ein Jahr lang war Christian Pander in der Nationalmannschaft nicht mehr dabei. Bei Sport1.de spricht er über seine Rückkehr.

Von der Nationalmannschaft berichtet Martin van de Flierdt

München ? Seit dem 8. September 2007, dem 2:0 in Wales, hatte Christian Pander nicht mehr für die Nationalmannschaft gespielt.

Vor allem das stetige Verletzungspech hatte den Schalker Standardspezialisten die EM-Teilnahme gekostet.

Beim Abschiedsspiel von Oliver Kahn in der Münchner Allianz Arena trug der 25-Jährige wieder den Dress mit dem Bundesadler.

Bei Sport1.de spricht er über sein Comeback im DFB-Team, seine Ziele für die WM-Qualifikationsspiele in Liechtenstein und Finnland und die Konkurrenz auf der linken Abwehrseite.

Sport1: Herr Pander, die Nachricht von der Rückkehr in die Nationalmannschaft erreichte Sie kurz nach dem Champions-League-Aus mit Schalke. Inwiefern hat Sie über das Spiel in Madrid hinweggetröstet?

Christian Pander: Für mich persönlich ist es natürlich schön. Aber es ist nicht damit zu vergleichen, mit dem Verein in der Champions League zu spielen. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wir wären gerne dabei gewesen.

Sport1: Seit Ihrer bis dato letzten Nominierung ist einige Zeit ins Land gegangen. Kam der Anruf vom Bundestrainer für Sie überraschend?

Pander: Direkt gerechnet habe ich damit nicht. Aber ich habe mich auch nicht ständig damit auseinandergesetzt. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, wieder in diesem Kreis zu sein.

Sport: Wann hatte sich Joachim Löw denn zuvor zuletzt bei Ihnen gemeldet?

Pander: Nachdem ich das letzte Mal eingeladen war, gab es noch ein Mal Kontakt. Danach in letzter Zeit nicht mehr.

Sport1: Wie hat der Bundestrainer Ihnen gegenüber die Einladung begründet?

Pander: Man hat mir gesagt, dass ich in den letzten Spielen wieder eine ganz ordentliche Leistung gebracht habe. Das hat man ja auch überall lesen können. Der Bundestrainer hat gemeint, dass die Tür für mich immer offen steht, wenn ich fit bin. Jetzt bin ich fit.

Sport1: Hat Ihre Abstinenz zur Folge gehabt, dass Sie sich in der Mannschaftshierarchie wieder hinten anstellen müssen?

Pander: Nein, wir sind eine recht junge und lockere Truppe. Viele davon kenne ich jahrelang, auch aus der U21. Von daher gibt?s da keine Probleme mit der Einordnung.

Sport1: Nun stehen die WM-Qualifikationsspiele in Liechtenstein und Finnland an. Welche Nahziele haben Sie sich gesteckt?

Pander: Wir müssen die Spiele natürlich gewinnen. Alles andere zählt nicht.

Sport1: Und persönlich?

Pander: Ich möchte ganz gerne ein paar Einsatzminuten bekommen. Ich werde versuchen, mich anzubieten, alles andere liegt nicht in meiner Hand.

Sport1: Die Konkurrenz links hinten ist mit Philipp Lahm und Marcell Jansen groß. Wie groß beziffern Sie denn Ihre Chancen, zu diesen Einsatzminuten zu kommen?

Pander: Das kann ich nicht beurteilen, weil ich noch nicht weiß, wie wir spielen wollen. Aber ich nehme alles mit.

Sport1: Würden Sie auch ins linke Mittelfeld ausweichen?

Pander: Dieses Experiment haben wir bei Schalke ja schon einmal gestartet, dass ich weiter vorne gespielt habe. Nachdem ich jahrelang hinten aktiv war, brauchte ich ein paar Spiele als Eingewöhnungsphase. Aufgrund unserer damaligen Verletzungssituation haben wir das damals wieder umgestellt.

Sport1: Löw hat einen offenen Konkurrenzkampf ausgerufen. Inwiefern befürchten Sie, dass die EM-Fahrer trotzdem einen Bonus besitzen?

Pander: Ich bin sowieso nicht in der Position, Ansprüche zu stellen. Ich bin erstmal froh, gesund und nominiert zu sein. Alles andere wird sich finden.

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