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Theo Walcott (l.) und seine Engländer bejubeln das 1:0 gegen Spanien © getty

Die deutsche U 21 darf nicht gegen England verlieren, schon ist das EM-Halbfinale gesichert. Die Briten wollen sich wehren.

Von Mathias Frohnapfel

München - Englands Fußballfans lechzen derzeit nach Anerkennung. Siege der Nationalelf tun nach der verpassten EM-Qualifikation 2008 genauso gut wie Erfolge der U-21-Mannschaft.

Die hat sich bei der Europameisterschaft in Schweden bereits ins Halbfinale vorgekämpft und träumt vom ganz großen Triumph.

Aus zwei Spielen schnappten sich die "Three Lions" sechs Punkte, besiegten Finnland 2:1 und Spanien 2:0 119604(DIASHOW: Die Bilder der Spiele).

Im letzten Gruppenspiel gegen Deutschland (Mo., ab 20.30 Uhr LIVE) will sich dennoch niemand ein Ruhepäuschen gönnen. (Marin gegen England nur auf der Bank?)

Pearce hat eine Rechnung offen

Zumal die DFB-Junioren mit einem Remis selbst das Halbfinale erreichen können (DATENCENTER: Die U-21-EM).

Englands Trainer Stuart Pearce machte bereits klar, dass seine Elf auch gegen den fußballerischen Erzrivalen unbedingt siegen will.

Pearce hat mit dem DFB-Team übrigens eine Rechnung offen, er vergab als Spieler bei der WM 1990 in Italien einen Elfmeter im Halbfinale gegen Deutschland.

Richards macht auf sich aufmerksam

"Wir werden gegen Deutschland nicht nachlassen", versprach auch Micah Richards.

Er wurde nach seiner starken Leistung beim Sieg über Spanien zum Spieler des Matchs gewählt.

Auch Frank Engel ist der Innenverteidiger aufgefallen. Der U-18-Nationaltrainer ist gemeinsam mit seinen DFB-Kollegen bei Turnier in Schweden als Scout im Einsatz, hat die Engländer gegen Finnland und Spanien vor Ort beobachtet.

Cattermole und Noble ziehen die Fäden

"Richards hat stark gespielt, sehr kompakt und er ist bei den Standards gefährlich", analysiert er gegenüber Sport1.de.

Der Abwehrspezialist von Manchester City ist nicht der einzige Engländer, auf den die deutschen Jungstars ein Auge haben müssen.

Im Mittelfeld ziehen laut dem DFB-Späher Lee Cattermole (Wigan Athletic) und Mark Noble (West Ham United) die Fäden. Besonderes Markenzeichen: aggressives Zweikampfverhalten und schnelle Balleroberung.

Qualität auch auf den Bank

"Die Engländer haben gegen Spanien ein wesentliches besseres Spiel gemacht als gegen Finnland. Sie spielen einen sehr geradlinigen Fußball und sind athletisch", erklärt Engel weiter.

Qualität hat England auch auf der Bank. Gegen Spanien bewies das Frazier Campbell.

Der Stürmer von Tottenham Hotspur wurde in der 39. Minute eingewechselt, brachte einige Bewegung und markierte die Führung.

Walcott mit Startschwierigkeiten

Der bekannteste Name bei den "Three Lions" hat jedoch bei der EM noch mit Startschwierigkeiten zu kämpfen.

Arsenal-Jungstar Theo Walcott hat zwar bereits sieben A-Länderspiel absolviert. Doch gegen Spanien wurde er erst in der zweiten Halbzeit (62.) eingewechselt. "Er war gegen Finnland äußerst schwach", meinte Engel.

Allerdings: Gegen Spanien war es Walcott, der das zweite Tor vorbereitet hat und in "in einigen Situationen gezeigt hat, was er kann".

Deutschland setzt aufs Selbstvertrauen

Wie die Briten das Spiel gegen Deutschland angehen werden, mag Engel nicht einschätzen. Jedoch dürften selbst "Spieler von der Bank" hoch engagiert in das prestigeträchtige Match gehen.

Die deutschen Junioren setzen auf jeden Fall auf das zuletzt erworbene Selbstvertrauen.

Kapitän Sami Khedira stellte fest: "Wir sind ja im eigentlichen Sinne keine Junioren mehr. Von uns sind alle in der Bundesliga aktiv. Und wir haben einige dabei, die alles für den Erfolg tun."

Mit den Informationen der deutschen Späher dürfte die Aufgaben gegen England auf jeden Fall zu meistern sein.

Die vorraussichtliche deutsche Aufstellung

Neuer - Beck, Boateng, Höwedes, Schmelzer - Castro, Khedira, Aogo, Ben-Hatira oder Marin - Dejagah, Özil

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