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Seit vier Jahren arbeiten Jogi Löw und "Poldi" bereits zusammen © getty

Jogi Löw stellt sich vor Lukas Podolski. "Er jammert nicht", antwortet der Bundestrainer auf Kritik von FCB-Manager Uli Hoeneß.

Von Mathias Frohnapfel

München - Es schien beinahe so, als habe Jogi Löw nur auf diese Frage zu Lukas Podolski gewartet. Derart warf sich der der Bundestrainer am Donnerstagmittag in der Sportschule Oberhaching für seinen Lieblingsschüler in die Bresche.

"Eines möchte ich hier mal klarstellen, der Lukas jammert nicht", antwortet Löw engagiert auf den jüngsten Vorwurf von Bayern-Manager Uli Hoeneß.

Dass "Poldi" mit seiner Situation als Stand-by-Angreifer beim deutschen Meister nicht zufrieden sein könne, sei doch nur zu verständlich.

"International hat er Großartiges geleistet"

Und dann legte Löw richtig los und stellte seinem Stürmer ein geradezu atemberaubend gutes Zeugnis aus.

Der 23-Jährige sei a) "im menschlichen Bereich vorbildlich" b) immer "respektvoll" im Umgang mit Mannschaftskollegen mit Teamkollegen und Fans und habe c) "international Großartiges" geleistet. Löw feuerte dann schwungvoll die Leistungsdaten des Ex-Kölners ab: 55 Länderspiele 28 Tore.

Außerdem: Bei drei großen internationalen Turnieren, Confed-Cup, Welt- und Europameisterschaft, hat "Poldi" aus Löws Sicht geglänzt.

Kein Zufall meint der Bundestrainer. "Lukas hat auf internationalem Niveau seine Leistung gebracht. Ich sehe diese Leistung bei Cristiano Ronaldo in diesen Turnieren nicht." Zur Erinnerung: Portugals Startangreifer Cristiano Ronaldo ist gefeierter Top-Torschütze der weltweit angesehensten Fußball-Klasse, der Premier-League.

Vier-Augen-Gespräche mit "Poldi"

Schöne Worte sind das eine. Doch Löw hat sich auch bereits mit dem angefressenen Bayern-Stürmer zusammengesetzt. Unter vier Augen die Situation beim FCB besprochen. Sein Rat: "Er muss kämpfen." Denn trotz aller Qualitäten sieht er Podolski noch nicht als "ausgereiften Spieler".

"Ich kenne die Meinung von Jürgen"

Und da der unzufriedene Poldi im Moment sowieso nicht wechseln kann, scheint auch Löws nächster Tipp zielführend: "Die Saison hat gerade erst begonnen, Er wird seine Einsätze bekommen." Löw scheint das auch mit Hintergrund-Wissen vom deutschen Rekordmeister vorherzusagen. "Ich kenne die Meinung von Uli Hoeneß und noch wichtiger die von Jürgen Klinsmann. Beide halten unheimlich viel von ihm."

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