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Gerome Boateng (r.) will gegen Sebastian Giovinco erneut die Oberhand behalten © getty

Der deutsche Nachwuchs hat Respekt vor Italien, aber will die positive Geschichte gegen den Rekord-Europameister fortsetzen.

Göteborg - Aller guten Dinge sind drei: Unter diesem Motto hat DFB-Präsident Theo Zwanziger Italien als Halbfinal-Gegner der deutschen U21 aufgenommen (Freitag ab 20.15 Uhr LIVE).

Denn auf dem Weg zum Titel-Hattrick im europäischen Junioren-Fußball könnte der Nachwuchs des Weltmeisters einer DFB-Auswahl zum dritten Mal innerhalb eines Jahres als Steigbügelhalter dienen.

"Mit Italien haben wir gute Erfahrungen gemacht", sagt Zwanziger: "Die U19 hat die Italiener im Vorjahr in einem begeisternden Endspiel geschlagen.

Zwanziger: "Aller guten Dinge sind drei"

Die U17 hat sich auf dem Weg zum Titel in diesem Jahr im Halbfinale durchgesetzt. Und aller guten Dinge sind drei."

Doch die U21 muss nicht einmal nach anderen Mannschaften schauen, um ein gutes Omen für das Spiel gegen den Rekord-Europameister dieses Jahrgangs zu erhalten.

In der ersten Begegnung unter Trainer Horst Hrubesch bezwangen die DFB-Junioren im vergangenen November in Osnabrück die Italiener mit 1:0. Der damalige Siegtorschütze Toni Kroos ist in Schweden zwar nicht dabei, dafür aber 10 der damals 15 eingesetzten Akteure.

"Sie sind nicht umsonst so souverän durch die Gruppe marschiert. Aber ich denke, sie sind nicht besser als wir", meint der Wolfsburger Ashkan Dejagah (DATENCENTER: Die U-21-EM).

Und der Leverkusener Gonzalo Castro erinnert sich an einen "sehr guten Sturm. Deshalb werden wir mit viel Respekt, aber ohne Angst in dieses Spiel gehen".

Auch bei Innenverteidiger Benedikt Höwedes ist die Erinnerung an "eine sehr starke Mannschaft mit guten Stürmern" noch lebendig. Gleich drei Offensivspieler im Kader des fünfmaligen U21-Europameisters gelten als absolute Ausnahmetalente.

Magisches Trio bei Italien

Der gebürtige Ghanaer Mario Balotelli bestritt trotz seiner erst 18 Jahre schon 33 Erstligaspiele für Meister Inter Mailand und schoss elf Tore.

Sein Sturmpartner Robert Aquafresca hat in Schweden bereits drei Turniertreffer auf dem Konto, darunter beide beim entscheidenden 2:1-Sieg am Dienstag gegen Weißrussland. Mit 14 Treffern für Cagliari Calcio belegte in der abgelaufenen Saison Rang sechs der Torschützenliste in der Serie A.

Der nur 1,64 m große Sebastian Giovinco von Juventus Turin gilt als das größte Spielmacher-Talent Italiens seit vielen Jahren.

Hrubesch fühlt sich aber bestens vorbereitet. "Wir kennen die Italiener gut", meint er: "Sie haben nach dem Spiel in Osnabrück sicher auch großen Respekt vor uns.

Zudem haben viele Mitglieder meines Stabs sie schon eingehend beobachtet. Und auch auf die Informationen des Fußballlehrer-Lehrgangs, der hier in Schweden war, kann ich zurückgreifen."

Englandspiel abgehakt

Das schwache Spiel gegen England (1:1) und den verpassten Gruppensieg haben die deutschen Junioren inzwischen abgehakt (U 21 zittert sich ins Halbfinale).

Und den Umzug von Tollered bei Göteborg nach Helsingborg nahmen sie trotz etwas Wehmut als neue Chance.

"Wir haben hier sehr schön, sehr ruhig und sehr abgelegen gewohnt", meint Castro, hofft aber auf eine Aufbruchstimmung nach den bisher kaum überzeugenden Leistungen: "Vielleicht tut ein Tapetenwechsel auch mal ganz gut."

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