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Italiens Stürmer Sebastian Giovinco (r., gegen Gonzalo Castro) haderte mit dem Schicksal © getty

Bei Schweden und Italienern herrschte nach den Halbfinal-Pleiten Trauer. Doch nach dem ersten Frust blicken beide wieder nach vorn.

München - Nach dem unglücklichen Halbfinal-Aus gegen England war der Frust bei den Gastgebern groß.

Nach einem aussichtslos scheinenden 0:3-Rückstand hatte sich Schwedens U-21-Auswahl wieder zurückgekämpft und zum 3:3 ausgeglichen. (DATENCENTER: Die U-21-EM)

Doch im Elfmeterschießen hatte die Engländer das bessere Ende für sich und erreichten das Endspiel gegen die deutsche Mannschaft.

Eklatante Schwäche bei Standards

Die Schweden haderten hinterher nicht damit, dass Goalgetter und Doppel-Torschütze Marcus Berg in der Verlängerung nur die Latte getroffen hatte und anschließend im Elfmeterschießen am englischen Torwart gescheitert war.

Vielmehr ärgerten sich die Skandinavier über ihre groben Fehler in der Abwehrarbeit, speziell bei Standardsituationen.

"In der ersten Halbzeit hatten die Engländer drei Eckbälle, und sie haben drei Tore erzielt", analysierte Stürmer Ola Toivonen.

"Einfach nicht gut genug"

Insgesamt hätte seine Mannschaft fünf Tore nach Standards kassiert.

"Das ist einfach nicht gut genug", meinte Toivonen, blickte aber schon wieder optimistisch nach vorn.

"Wir sollten stolz auf uns sein. Wir haben gezeigt, dass wir ein fantastisches Team sind und es mit jedem Gegner in Europas Spitze aufnehmen können."

Italiens Kapitän vergibt Chancen

Auch bei den Italienern überwog zunächst die Trauer über das Verpassen des Endspiels.

"Wir sind ausgeschieden. Das ist das Einzige, was zählt", sagte Kapitän Marco Motta nach dem 0:1 gegen Deutschland.

Allein der 23-Jährige vom AS Rom war im Halbfinale drei Mal äußerst knapp am Torerfolg vorbeigeschrammt. (zum Spielbericht: Beck und Neuer führen U 21 ins Finale)

"Wenn und aber zählen nicht"

Nach Torschüssen stand es am Ende 27 zu 12 für die "Squadra Azzurra".

"Pfostentreffer oder herausgespielte Torchancen interessieren mich nicht", meinte Motta. "Im Fußball zählen nicht die 'wenn' und 'aber'."

Giovinco hadert

Mottas Teamkollege Sebastian Giovinco wollte sich nicht so einfach mit dem Ausscheiden abfinden.

"Ich denke, wir hatten im ganzen Turnier wenig Glück", sagte der Stürmer von Juventus Turin. "Nach den Chancen, die wir gegen Deutschland hatten, hätten wir es verdient, im Finale zu stehen."

Blick geht nach vorn

Doch ähnlich wie die Schweden richteten schließlich auch die Italiener wieder den Blick nach vorn.

"Vielleicht werden wir eines Tages bei einem anderen Turnier die Chance bekommen, uns zu revanchieren", meinte Giovinco.

Wenn Deutschland und England um den Titel spielen, sind Italiener und Schweden jedoch nur Zuschauer.

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