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Andreas Köpke ist seit dem 21. Oktober 2004 Torwart-Trainer der deutschen Nationalmannschaft. © getty

Andreas Köpke sieht das WM-Quali-Spiel im Oktober gegen Russland als Vorentscheidung im Kampf um die Torhüterpostition.

München - Im Oktober wird eine Vorentscheidung fallen, wer im Fall einer erfolgreichen Qualifikation das Tor der deutschen Nationalmannschaft bei der WM-Endrunde 2010 in Südafrika hütet.

"Fakt ist, wer gegen Russland spielt, hat sich sicherlich einen kleinen Vorsprung erarbeitet", sagte Bundestorwarttrainer Andreas Köpke im "Aktuellen Sportstudio".

Auf einen Einsatz im möglicherweise entscheidenden WM-Qualifikationsspiel der DFB-Auswahl am 10. Oktober in Moskau gegen den Gruppenmitfavoriten dürfen sich nach derzeitigem Stand alle vier WM-Kandidaten Hoffnung machen.

Rennen weiterhin "völlig offen"

Köpke bekräftigte noch einmal, dass für Südafrika in Rene Adler, Robert Enke, Manuel Neuer und Tim Wiese nach wie vor vier Torleute in der Verlosung sind.

Dass sich noch ein weiterer Tormann durch gute Leistungen in der kommenden Saison in den Vordergrund spielen kann, hält Köpke für ausgeschlossen.

Insgesamt sei das Rennen der vier WM-Kandidaten weiterhin "völlig offen".

Neuer macht Schritt nach vorne

Der Schalker Manuel Neuer habe durch seine hervorragenden Leistungen bei der U-21-EM in Schweden aber noch mal einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht, betonte Köpke.

Der Europameister von 1996 erklärte zudem, dass er sich bei seiner Beurteilung nicht allzusehr von Statistiken leiten lassen wolle:

"Bei der Auswertung aller Unterlagen und Videosequenzen verlasse ich mich lieber auf mein Gefühl."

Wann die Entscheidung fällt, welche drei Torhüter mit nach Südafrika reisen und wer die Nummer eins wird, wollte Köpke aber noch nicht verraten:

Anforderungsprofil spezifiziert

"Wir stehen nicht unter Zeitdruck und haben deshalb auch kein Datum festgelegt. Wenn wir das Gefühl haben, es ist soweit, werden wir es bekannt geben."

Köpke spezifizierte zudem noch einmal die Anforderungskriterien für die künftige Nummer eins.

"Er muss Fußball spielen können, möglichst mit links und rechts. Er muss ein Spiel lesen können, eine Art Libero spielen, Gegenangriffe einleiten, möglichst Abwürfe haben wie Neuer.

"Nicht nur den Fünf-, sondern den 16-Meter-Raum muss er beherrschen, auf der Line stark sein, eine Persönlichkeit haben und seine Abwehr bis hinein ins Mittelfeld dirigieren können."

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