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Bundestrainer Joachim Löw stand 2008 mit der Nationalelf im EM-Finale © getty

Der Bundestrainer bemängelt die Standards im WM-Gastgeberland. Auch die Kriminalität macht ihm Sorgen. Ein Quartier wird gesucht.

München - Bundestrainer Joachim Löw hat nach seiner Stippvisite beim Confed-Cup die für die WM 2010 in Südafrika vorgesehenen Trainingsplätze kritisiert.

"Die Trainingsmöglichkeiten entsprechen nicht unseren Erwartungen", sagte Löw nach dem Besuch der beiden Confed-Cup-Halbfinals dem "kicker".

"Ich habe bislang noch keinen einzigen Trainingsplatz gesehen, der auch nur annähernd europäischen Standard hat. Da müssen vonseiten der FIFA und der Organisatoren viel bessere Möglichkeiten geschaffen werden", sagte Löw nach dem Besuch der beiden Confed-Cup-Halbfinals dem "kicker".

Quartiersuche fällt schwer

Die mangelhaften Trainingsbedingungen erschweren derzeit auch die Suche von Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff nach einem geeigneten WM-Quartier in der Nähe von Johannesburg.

Noch immer ist nicht sicher, welches der vier infrage kommenden Hotels am Ende den Zuschlag erhält.

"Sicher ist, dass wir in der Nähe von Johannesburg sein werden aufgrund der medizinischen Gegebenheiten mit der Höhenlage. Außerdem ist es dort nicht allzu regnerisch. Es ist zwar kühl, aber klar", sagte der 49-Jährige.

Sicherheit macht Sorgen

Das erste Halbfinale zwischen Spanien und den USA (0:2) verfolgte Löw in Bloemfontein bei knapp über Null Grad Celsius.

Bedenken hegt Löw auch wegen der unklaren Sicherheitslage am Kap der guten Hoffnung.

Zwar war es während des Confed-Cups in Südafrika weitgehend ruhig geblieben, doch frei bewegen können sich die Nationalspieler an spielfreien Tagen wohl dennoch nicht. Da droht der Lagerkoller.

"So schön Südafrika auch ist, das wird ein zentrales Thema. Man kann sich in diesem Land nicht überall bewegen, es werden Einschränkungen auf uns zukommen", sagte Löw.

Konkurrenz immer stärker

Sportlich sieht der Bundestrainer derweil die an einer WM teilnehmenden Nationen immer enger zusammenrücken.

"Es hat sich der Trend vergangener Turniere fortgesetzt, dass es nicht mehr die hohen Siege gibt."

Und weiter: "Die vermeintlich kleineren Nationen holen immens auf. Die USA waren in der Lage, sehr gut organisiert zu spielen und Spanien zu schlagen."

Außerdem beobachtet er, dass Südafrika im Spiel gegen die große Fußball-Nation Brasilien gleichwertig gewesen sei.

"Die klaren Ergebnisse wird es auch im nächsten Jahr nicht geben", sagte Löw.

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