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In Liechtenstein beginnt vorausichtlich die gleiche Elf wie gegen Belgien © imago

Heute abend steht eine vermeintlich leichte Hürde auf dem Programm. Sport1 liefert die Fakten zum Spiel.

Vom DFB-Team berichtet Martin Volkmar

Vaduz ? Mit einem Sparringspartner beginnt für die deutsche Nationalmannschaft der lange Weg zur Weltmeisterschaft 2010.

69 Tage nach dem verlorenen EM-Finale gegen Spanien startet die DFB-Auswahl gegen Fußball-Zwerg Liechtenstein in die Qualifikation zur Endrunde in Südafrika.

"Für uns ist es enorm wichtig, dass wir einen guten Anfang haben und die ersten drei Punkte einfahren", sagt Co-Trainer Hansi Flick vor der Partie im nur 7000 Zuschauer fassenden Rheinpark-Stadion von Vaduz (ab 20.15 Uhr LIVE).

Dabei ist die sportliche Leitung um Joachim Löw, der sein 30. Spiel als Bundestrainer bestreitet, sicher, dass der Vize-Europameister den Weltranglisten-130. nicht unterschätzen wird.

"Die Mannschaft hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es keine Färöer- oder Island-Spiele mehr gibt", meint Flick.

Sport1.de hat die Fakten zum ersten WM-Qualifikationsspiel zusammengefasst.

Die Ausgangslage:

Knapp sieben Jahre nach dem Erfolg in der Relegation gegen die Ukraine im November 2001 bestreitet das deutsche Team wieder ein WM-Qualifikationsspiel, nachdem man 2006 als Gastgeber gesetzt war.

Der Auftakt gegen Liechtenstein ist denkbar einfach, danach wartet mit Finnland am Mittwoch in Helsinki schon ein echter Härtetest, ehe es dann im Oktober bereits zum ersten Duell gegen den Mitfavoriten Russland kommt.

Da sich nur der Gruppensieger direkt für die WM 2010 qualifiziert, ist Philipp Lahms Zielvorgabe eindeutig: "Wir sind EM- Zweiter und WM-Dritter, also wollen wir ganz klar Erster in unserer Gruppe werden."

Das Personal/Aufstellung:

Löw wird voraussichtlich auf dieselbe Startelf wie beim 2:0 im Testspiel Mitte August gegen Belgien setzen:

Im Tor wird Robert Enke sein erstes Pflichtspiel als Nummer 1 bestreiten.

Davor erhalten erneut Serdar Tasci und Heiko Westermann (innen) sowie Clemens Fritz (rechts) und Lahm (links) das Vertrauen.

Im Mittelfeld baut der Bundestrainer auf Thomas Hitzlsperger und Simon Rolfes in der Zentrale sowie Bastian Schweinsteiger rechts und Piotr Trochowski links. Den Sturm bilden Ersatz-Kapitän Miroslav Klose und Lukas Podolski.

Der Gegner:

Das Team aus dem nur 160 Quadratkilometer kleinen Fürstentum geht als krasser Außenseiter in die Partie.

"Dass wir nicht gewinnen können, ist klar. Dafür ist Deutschland zu stark", sagt Spielführer Mario Frick. Der 79-fache Rekord-Nationalspieler, der in der Serie A beim AC Siena spielt, ist der große Star des Teams.

Darüber hinaus finden sich aber auch zahlreiche Amateure in der Elf des aus der Schweiz kommenden Nationaltrainers Hans-Peter Zaugg. Trotzdem gelangen die Liechtensteinern in der jüngeren Vergangenheit einige Achtungserfolge, unter anderem ein 2:2 gegen den WM-Vierten Portugal.

Statistik:

Zweimal traf die DFB-Auswahl bislang auf Liechtenstein, beide Male gab es klare Siege: 1996 in Mannheim ein 9:1, 2000 in Freiburg ein 8:2. In beiden Spielen erzielte der heutige Teammanager Oliver Bierhoff einen Treffer.

Das sagen die Trainer:

Joachim Löw: "Natürlich wollen wir uns ohne Umwege für Südafrika qualifizieren. Deshalb wäre ein Start mit sechs Punkten für das Selbstvertrauen enorm wichtig."

Hans-Peter Zaugg: "Als Trainer hofft man zwar immer auf eine Überraschung, aber wir müssen schon realistisch bleiben. Deutschland ist ein Topteam, deshalb ist unser Fokus bereits auf das nächste Spiel in Aserbaidschan gerichtet. Dort haben wir größere Chancen, etwas zu erreichen."

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Liechtenstein: Jehle - Oehrl, Stocklasa, Gerster, Burgmeier - Ritzberger, M. Büchel, Polverino, Rohrer - Fischer, Frick

Deutschland: Enke - Fritz, Tasci, Westermann, Lahm ? Schweinsteiger, Rolfes, Hitzlsperger, Trochowski - Klose, Podolski

Schiedsrichter: Duarte Nuno Pereira Gomes (Portugal)

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