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Stürmer Miroslav Klose steckt weiterhin tief im Formloch fest © getty

Gegen Liechtenstein hat die deutsche Nationalmannschaft zu Beginn der WM-Qualifiaktion keine Mühe. Die Einzelkritik.

München - Einstand nach Maß für die deutsche Nationalmannschaft in der WM-Qualifiaktion.

Das Team von Bundestrainer Joachim Löw gewann beim Fußball-Zwerg Liechtenstein 6:0 (1:0) und übernahm damit bereits nach dem ersten Spieltag die Spitze der Gruppe 4.

Besonders stark zeigte sich Stürmer Lukas Podolski mit zwei Toren. Miroslav Klose enttäuschte dagegen erneut.

Die Spieler in der Einzelkritik:

Robert Enke: Der Hannoveraner konnte sich im Rennen um die Nummer eins im deutschen Tor kaum auszeichnen. Strahlte aber wie gewohnt Ruhe aus. Gegen Finnland sicher mehr gefordert.

Clemens Fritz: Der extrem schwache Bremer versteckte sich zumeist auf der rechten Defensivseite und schaltete sich zu selten in die Offensive ein. Die Position bleibt umkämpft, Andreas Hinkel könnte eine Alternative sein.

Serdar Tasci: Der Stuttgarter hatte in seinem zweiten Länderspiel einige gute Szenen im Spiel nach vorne, ein leichtsinniger Querpass vor der eigenen Abwehr machte aber eine gute Bewertung zunichte.

Heiko Westermann: Stand anstelle von Christoph Metzelder in der Anfangsformation. Wirkte in einigen Aktionen aber etwas steif und sammelte im Duell mit dem Real-Profi kaum Pluspunkte. Erzielte per Kopf in der 86. Minute das 6:0.

Philipp Lahm: Der Münchner knüpfte an seine starke Form der letzten Wochen an, war stets bemüht, das Angriffsspiel anzukurbeln. Auch in der Defensive so gut wie fehlerlos.

Bastian Schweinsteiger: Vom Bayern-Profi kam über weite Strecken der Partie viel zu wenig, erzielte dann aber mit einem Heber das 4:0. Dem Mittelfeldspieler fehlte auf der rechten Seite allerdings auch die Unterstützung von Fritz.

Simon Rolfes: Lief in der Defensive einige Bälle ab, ansonsten gelang dem Leverkusener kaum etwas. In dieser Form keine echte Alternative zu Michael Ballack oder Torsten Frings. Betrieb mit seinem Treffer zum 3:0 Schadensbegrenzung.

Thomas Hitzslperger: Packte in seinem 40. Länderspiel in der 30. Minute den Hammer aus, Liechtenstein-Keeper Peter Jehle parierte aber. Defensiv sicher, als Ballverteiler aber noch mit zu wenig Format. Traf mit einem abgefälschten Freistoß zum 5:0.

Piotr Trochowski: Zunächst viel Schatten, dann aber ganz viel Licht beim Hamburger: Nach schwacher Anfangsphase sehenswerte Vorlagen zu den beiden Podolski-Toren. Bewegte sich in seinem 14. Länderspiel viel, zusammen mit Podolski bester DFB-Akteur.

Miroslav Klose: Die Treffer gegen Hertha und beim Abschiedsspiel von Oliver Kahn gaben dem DFB-Kapitän nicht die Sicherheit zurück. Scheiterte in der 35. Minute frei vor dem Tor kläglich, auch ansonsten selten anspielbar. Für Mario Gomez ausgewechselt.

Lukas Podolski: Bei den Bayern auf der Bank, in der Nationalelf bester Mann und gewohnt treffsicher. Erzielte in seinem 56. Länderspiel seine Treffer 29 und 30.

Mario Gomez: Der Stuttgarter kam in der 65. Minute für Klose. Holte den Freistoß vor dem 5:0 heraus.

Marko Marin: In der 69. Minute für Rolfes eingewechselt. Der Gladbacher bereitete mit einem Eckball das 6:0 durch Westermann vor.

Kevin Kuranyi: Kam in der 76. Minute für Podolski. Sein Treffer in der 80. Minute wurde zu Unrecht wegen Abseits nicht anerkannt.

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