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Oliver Bierhoff (l.) und Michael Ballack beim Abschiedsspiel von Oliver Kahn © imago

Auch nach der Aussprache gehen die Sticheleien zwischen dem DFB-Kapitän und dem Manager weiter. Die beiden sollen ersetzbar sein.

Frankfurt/St. Gallen - Die Sticheleien zwischen DFB-Kapitän Michael Ballack und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff gehen in die nächste Runde.

"Die Nationalmannschaft hat schon gewonnen, als Oliver Bierhoff noch nicht ihr Manager war. Und auch zukünftig wird es für den Erfolg nicht entscheidend sein, ob Bierhoff Manager ist oder nicht", sagte Ballack der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Zuvor hatte Bierhoff einen Tag nach der offenbar doch nicht allzu versöhnlichen Aussprache mit Ballack am vergangenen Dienstag in der Sportschule Oberhaching, zu der angeblich auch DFB-Präsident Theo Zwanziger telefonisch zugeschaltet war, den sportlichen Stellenwert des Führungsspielers in Frage gestellt.

Eskalation nach verlorenem EM-Finale

"Die Nationalmannschaft hat mit Michael Ballack gute Spiele gemacht, und sie hat ohne Michael Ballack gut gespielt. Sie ist also nicht abhängig von ihm", hatte Bierhoff erklärt und damit zusätzliches Öl in die ohnehin problematische Beziehung der beiden gegossen.

Der Streit zwischen Ballack und Bierhoff war am 29. Juni nach dem verlorenen EM-Finale gegen Spanien in Wien (0:1) eskaliert. Bierhoff hatte Ballack mehrfach aufgefordert, als Dankeschön an die Fans ein Dreh-Transparent in die Kurve des Ernst-Happel-Stadions zu tragen.

Daraufhin soll Ballack Bierhoff unflätig beschimpft haben. Für die Wortwahl hat sich der Mittelfeldstar des FC Chelsea bei Bierhoff entschuldigt haben, das Verhältnis der beiden früheren Teamkollegen bleibt aber offenbar dennoch weiterhin angespannt.

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