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Miroslav Klose (r.) schoss in 83 Länderspielen für Deutschland 41 Tore © getty

Der Bundestrainer will gegen Finnland den Sechs-Punkte-Start in die WM-Quali. Sein Sorgenkind wird wohl wieder mit dabei sein.

St. Gallen/Helsinki - Die Pflichtaufgabe locker erledigt, nun soll die Kür folgen.

Nach dem 6:0-Sieg gegen Liechtenstein zum Auftakt der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika will die deutsche Nationalmannschaft mit einem Erfolg gegen Finnland am Mittwoch in Helsinki (ab 19 Uhr LIVE) den angepeilten Sechs-Punkte-Start perfekt machen.

"Wir wollen das Spiel gewinnen und werden versuchen, in Finnland genauso offensiv zu spielen wie in Liechtenstein", sagte Bundestrainer Joachim Löw, der am Montagnachmittag mit seinem Kader in Helsinki Quartier bezog.

Dennoch warnte Löw vor Überheblichkeit: "Finnland ist eine Klasse besser als Liechtenstein. Das Spiel wird sicher hart, leidenschaftlich und in einer ganz anderen Atmosphäre geführt."

Schlechte Erinnerungen

Löw muss in Helsinki auf den Schalker Christian Pander (grippaler Infekt) verzichten, der die Heimreise antrat, auf eine Nachnominierung verzichtete der Nationalcoach.

In ganz schlechter Erinnerung sind noch die beiden Qualifikationsspiele gegen Finnland vor der WM 2002 in Südkorea und Japan.

Am 6. Oktober 2001 langte es in Gelsenkirchen nur zu einem müden 0:0. Anschließend musste die deutsche Mannschaft in die Play-off-Spiele gegen die Ukraine.

Beim Hinspiel in Helsinki musste die Mannschaft von Ex-Teamchef Rudi Völler sogar einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen, ehe Michael Ballack und Carsten Jancker noch das 2:2-Remis sicherten.

Klose soll spielen

Damit die DFB-Auswahl im Oktober mit einer weißen Weste gegen Mitfavorit Russland antreten kann, muss sich Löw bis Mittwoch zunächst aber erst einmal um seine Sorgenkinder kümmern.

Sowohl WM-Torschützenkönig Miroslav Klose als auch der Bremer Rechtsverteidiger Clemens Fritz stecken in einem Formtief.

Während Fritz derzeit der größte Wackelkandidat ist und bereits gegen Finnland durch Rückkehrer Andreas Hinkel ersetzt werden könnte, erhielt Klose von Löw eine Stammplatzgarantie.

"Ich denke, er wird spielen. Er ist ein Stürmer mit internationalem Format und wird seine Form auch wieder finden. Wir wissen um seine Qualitäten", sagte Löw.

Mahnende Worte von Lahm

Nach seinen beiden Treffern gegen Liechtenstein ist auch Lukas Podolski heiß auf Finnland. "Auch dort will ich zwei Tore schießen. Ich habe Selbstvertrauen und will auch gegen die Finnen Gas geben", sagte der Ex-Kölner.

Insgesamt ist im deutschen Team trotz der offensiven Worte von Podolski von überbordendem Selbstbewusstsein allerdings noch kaum etwas zu spüren.

Vor allem der derzeit überragende Linksverteidiger Philipp Lahm hob vor der Partie in Helsinki schon mal mahnend den Zeigefinger.

"Finnland ist ein ganz anderes Kaliber als Liechtenstein. Ich erwarte sie sehr defensiv, deshalb müssen wir auch im zweiten Spiel mit einer konzentrierten Einstellung ins Spiel gehen", sagte Lahm, der gemeinsam mit Piotr Trochowski erneut auf der linken Seite für Wirbel sorgen soll.

Bierhoff beschwichtigt

Für Unruhe sorgt weiter der Konflikt zwischen Manager Oliver Bierhoff und dem derzeit verletzten DFB-Kapitän Michael Ballack.

Aus dem fernen London reagierte der Mittelfeldspieler vom FC Chelsea auf die Aussagen von Bierhoff, der zuletzt den sportlichen Stellenwert von Ballack infrage gestellt hatte.

"Die Nationalmannschaft hat schon gewonnen, als Oliver Bierhoff noch nicht ihr Manager war. Und auch zukünftig wird es für den Erfolg nicht entscheidend sein, ob Bierhoff Manager ist oder nicht", sagte Ballack der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Bierhoff versuchte am Montag, kein weiteres Öl ins Feuer zu gießen. "Da hat Michael nicht ganz Unrecht. Die Nationalelf hatte ja auch schon vor mir Erfolge", sagte der Teammanager der "Bild".

Die voraussichtliche Aufstellung: Enke - Hinkel (Fritz), Tasci, Westermann, Lahm - Schweinsteiger, Rolfes, Hitzlsperger, Trochowski - Klose, Podolski

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