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Toni Kroos (r.) erzielte bei seiner Premiere für die U21 ein Tor und bereitete eins vor © getty

Im letzten EM-Quali-Spiel gegen Israel geht's für die U21 um alles. Trotz Personalsorgen ist das Team zuversichtlich.

München - Matthias Sammer hat schon den EM-Titel im Visier, doch zunächst muss die U21-Nationalmannschaft im Gruppen-Endspiel gegen Israel den Weg zur EM 2009 in Schweden ebnen.

"Wir wollen Europameister werden", meinte der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes vor dem letzten Qualifikationsspiel am Dienstag in Duisburg (ab 18.30 Uhr LIVE im DSF).

"Aber wir gehen das Schritt für Schritt an, und der nächste Schritt heißt Israel."

Erster gegen Zweiter

Im schlechtesten Fall könnte am Dienstag schon Endstation sein.

Nur die Sieger der zehn Qualifikationsgruppen sowie die vier besten Zweiten qualifizieren sich für die Play-off-Spiele am 10. und 14. Oktober, wenn die sieben EM-Starter neben Gastgeber Schweden ermittelt werden.

Die DFB-Auswahl führt die Tabelle vor den punktgleichen Israelis an.

Das Hinspiel endete 2:2. Dasselbe Ergebnis, ein 1:1 oder ein torloses Remis würde den Gastgebern schon zum Gruppensieg reichen.

Auf Sieg spielen

Bei einer Niederlage oder einem Remis mit mehr als zwei Toren auf beiden Seiten beginnt dagegen eine Zitterpartie, die sich alle ersparen wollen.

"Auf Rechenspiele wollen wir uns nicht einlassen", sagte Sammer.

Und Trainer Dieter Eilts kündigte an: "Wir werden nicht auf Unentschieden spielen. Wir wollen das Spiel gewinnen, und so werden wir es auch angehen."

Selbstvertrauen zurückgekehrt

Durch den souveränen 3:0-Sieg in Wuppertal gegen Nordirland am vergangenen Freitag ist das Selbstvertrauen in die Elf zurückgekehrt, das beim unnötigen 0:1 in Moldawien zwei Wochen zuvor verloren gegangen war.

Die Prognose von Toni Kroos klingt entsprechend: "Ich gehe davon aus, dass wir das Spiel gewinnen."

Der erst 18 Jahre alte Jungstar von Rekordmeister Bayern München hatte bei seiner U21-Premiere gegen Nordirland das erste Tor selbst geschossen, das zweite vorbereitet und einmal mehr sein außergewöhnliches Talent unter Beweis gestellt.

Abwehrspieler Andreas Beck von 1899 Hoffenheim, der am vergangenen Freitag auf der rechten Seite glänzend mit Kroos harmonierte, ist ebenso zuversichtlich: "Wir haben bislang alle unsere Heimspiele dominiert, und so soll es auch bleiben."

Eilts gelassen

Selbst eine Vielzahl verletzter Spieler bereitet Eilts keine schlaflosen Nächte.

"Wenn ich mir die Mannschaft gegen Nordirland anschaue, machen mir selbst die Verletzungen keine Sorgen. Wir haben in diesen Jahrgängen viel Qualität, das ist für mich als Trainer sehr komfortabel."

Dennoch wird auch Eilts die Entspannung im Personalbereich mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen.

Jan Rosenthal kehrt nach einer Gelbsperre ebenso in den Kader zurück wie Torwart Florian Frommlowitz nach einer Magen-Darm-Grippe, Benedikt Höwedes nach Problemen mit dem Sprunggelenk und Rouwen Hennings, dem ein eingeklemmter Nerv keine Schwierigkeiten mehr bereitet.

Die voraussichtliche deutsche Aufstellung:

Fromlowitz (Hannover 96) - Beck (1899 Hoffenheim), Höwedes (Schalke 04), Hummels (Borussia Dortmund), Aogo (Hamburger (SV) - Kroos (Bayern München), Kruska (Borussia Dortmund), Khedira (VfB Stuttgart), Rosenthal (Hannover 96) - Halfar (Arminia Bielefeld), Hennings (FC St. Pauli)

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