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Marc-Andre Kruska (r.) absolvierte bereits 97 Bundesligaspiele für den BVB © getty

Von Zauberfußball fehlt gegen Israel jede Spur, die deutsche U 21 schaukelt den Gruppensieg mit einem Unentschieden nach Hause.

Duisburg - Die deutsche U-21-Nationalmannschaft hat trotz einer wenig überzeugenden Leistung zum Vorrunden-Abschluss die Playoffs um die Teilnahme an der EM 2009 in Schweden erreicht.

Das Team von Trainer Dieter Eilts sicherte sich im Qualifikations-"Endspiel" gegen Israel durch ein mageres 0:0 in Duisburg den Gruppensieg vor dem punktgleichen Gegner und damit eines von 14 Tickets für die EURO-Play-offs am 10. und 14. Oktober.

Vor der EM 2007 in den Niederlanden war die DFB-Elf in diesen Entscheidungsspielen an England gescheitert. Die Playoffs für die Endrunde in Schweden (15. bis 29. Juni) werden am kommenden Freitag ausgelost.

Spiel auf Sicherheit

Vom kompromisslosen Spiel auf Sieg, das Eilts angekündigt hatte, war in Duisburg vor 3895 Zuschauern von Beginn an wenig zu sehen gewesen. Gegen kompakt stehende Israelis ging für die DFB-Elf Sicherheit vor, denn ein 0:0 reichte auf jeden Fall zum Gruppensieg.

Vier Tage nach dem lockeren 3:0 gegen Nordirland in Wuppertal veränderte Eilts seine Startelf auf vier Positionen.

Florian Fromlowitz (für Tobias Sippel), Rouwen Hennings (für Daniel Halfar), Benedikt Höwedes (für Daniel Schwaab) sowie Jan Rosenthal (für Mesut Özil) kehten in die Anfangsformation zurück.

Kroos in der Zentrale unauffällig

Rosenthal rückte auf die rechte Mittelfeld-Position, dafür spielte Toni Kroos zentral hinter Hennings, der einzigen Spitze. Dort war der Jungstar von Rekordmeister Bayern München allerdings nicht so präsent wie noch gegen Nordirland, als er das erste Tor schoss und das zweite vorbereitete.

Das Eilts-Team dominierte zwar über weite Strecken das Spiel, der Offensive fehlte allerdings zunächst die Durchschlagskraft und der Defensive die Konzentration. Die Israelis nutzten gleich mehrere Unachtsamkeiten in der deutschen Abwehr zu gefährlichen Gegenstößen.

Die größte Chance vor der Pause vergab Yuval Abidor, der in der 25. Minute frei vor Fromlowitz auftauchte, den Ball aber neben das Tor schob.

Schwache Chancenverwertung

Nach der Pause tat sich die DFB-Elf gegen den EM-Teilnehmer von 2007 weiterhin schwer.

Die Israelis gaben sich kaum eine Blöße in der Abwehr, taten allerdings auch wenig für die Offensive, obwohl nach dem 2:2 im Hinspiel nur ein Sieg oder ein noch höheres Unentschieden zum Gruppensieg gereicht hätte.

Die wenigen sich bietenden Chancen vergaben die Gastgeber mehr oder wenig kläglich. In der 54. Minute schafften es Marc-Andre Kruska und Rosenthal nicht, den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterzubringen.

Khedira überzeugt

In der 82. Minute hatte der kurz zuvor eingewechselte Sandro Wagner vom MSV Duisburg Pech, als sein Kopfball aus sechs Metern nur an die Latte ging.

Auffälligster Spieler in der DFB-Elf war der Stuttgarter Sami Khedira, auch die Innenverteidiger Höwedes und Mats Hummels lieferten eine ordentliche Vorstellung ab.

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