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Jogi Löws DFB-Team mit Michael Ballack (l.) führt Quali-Gruppe 3 souverän an © getty

Der Bundestrainer hat den Kapitän vor dem Quali-Spiel in Aserbaidschan nicht abgeschrieben und denkt über seinen Vertrag nach.

München - Bundestrainer Joachim Löw hat seinen verletzten Kapitän Michael Ballack vor dem Auftakt in die WM-Saison noch nicht abgeschrieben.

Zudem verdeutlichte der 49-Jährige, dass es vor dem WM-Qualifikationsspiel am 12. August in Baku gegen Aserbaidschan (18 Uhr LIVE ) keine Experimente geben wird (DATENCENTER: WM-Quali).

Im Fall Ballack habe er "noch Hoffnung. Bei einem Zehenbruch kann niemand eine genaue Diagnose geben. Das ist sehr schmerzhaft, aber es gibt unterschiedliche Heilungsverläufe", sagte Löw in einem "kicker"-Interview.

Der England-Legionär vom FC Chelsea, der sich die kleine Zehe gebrochen hat, arbeite in der Reha hart. "Anfang dieser Woche werde ich wieder mit ihm sprechen", so Löw.

Nominierung am Donnerstag

Am Donnerstag wird Löw sein Aufgebot für die Partie gegen das von Ex-Bundestrainer Berti Vogts betreute Aserbaidschan benennen.

Überraschungen wird es wohl nicht geben. "Jetzt ist nicht der Zeitpunkt für Experimente. Wir haben eh nur zwei, drei Tage Vorbereitung auf das Spiel in Baku", betonte Löw und fügte an: "Nach einem Pokalspieltag kann es noch keine großen neuen Erkenntnisse geben."

Streit mit Sammer beigelegt

Zugleich verdeutlichte Löw noch einmal, dass im Kompetenzstreit mit Sportdirektor Matthias Sammer "alle unterschiedlichen Vorstellungen auf einen Nenner gebracht wurden. Die Aufgaben sind klar verteilt. Matthias und ich sind in den sportlichen Kernpunkten absolut einig."

Über seine eigene Zukunft will sich Löw nach der WM-Qualifikation Gedanken machen. "Wir wollen uns mal zusammensetzen und abklopfen, welche Möglichkeiten es gibt. Vor der EM war es so, dass ich im Herbst 2007 nach der Qualifikation verlängert hatte. Das machte Sinn. Das ist jetzt auch das Thema", sagte der 49-Jährige erneut (SONDERSEITE: Alles zur WM 2010).

Direkte Qualifikation im Blick

Die Play-off-Spiele als Gruppenzweiter will Löw auf jeden Fall vermeiden: "Das würde eine Stresssituation auslösen, die wir umgehen wollen. Dass man bei so einem starken Konkurrenten wie Russland in die Play-offs muss, ist nicht ganz auszuschließen. Aber im Moment haben wir eine gute Ausgangsposition."

Um diese nicht zu verspielen, forderte der Bundestrainer für Aserbaidschan, dass die Spieler "eine Topleistung abrufen und 100 Prozent Einsatz bringen. Wenn man einen Gang zurückschaltet, dann geht es in der Regel schief."

Konter gegen Magath und Co.

Erneut wies Löw die Kritik aus der Liga, insbesondere von Schalkes Coach Felix Magath, an einer angeblichen Einmischung in die Vereinsarbeit zurück.

"Es war nie unser Ansinnen, dass wir Trainingspläne an Vereinstrainer verteilen. Das wäre ja völlig unsinnig", sagte der DFB-Coach. Man versuche nur, "die Spieler daran zu erinnern, dass man mehr Zeit investieren muss in seinen Beruf, um zur Elite zu gehören".

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