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Besorgte gegen Finnland seine DFB-Tore Nummer 42, 43 und 44: Miroslav Klose (vorne) © getty

Klose schießt sich gegen Finnland mit drei Treffern den Frust von der Seele. "Ich weiß, was ich kann", so Klose. Die Stimmen:

Helsinki - Vorne hui, hinten pfui: Nach dem 3:3-Unentschieden im zweiten Qualifikations-Spiel zur WM 2010 in Südafrika gegen Finnland herrschte im deutschen Lager Erleichterung.

Nicht nur, weil der zuletzt heftig kritisierte Miroslav Klose sich mit drei Treffern den Frust von der Seele geschossen und den DFB vor einer peinlichen Niederlage bewahrt hat.

Sondern auch, weil die wacklige Defensive kein viertes Gegentor mehr zugelassen hat.

Ein ums andere Mal düpierten die Finnen die deutsche Hintermannschaft. "Es gab Abstimmungsschwierigkeiten, bei langen Bällen waren wir nicht so präsent", mäkelte Löw.

Die Stimmen im Überblick:

Trainer Joachim Löw (Deutschland): "Das war ein klasse Fußballspiel, beide Mannschaften hätten das Spiel gewinnen können. Die Finnen sind mit Wucht nach vorne gegangen, und wir hatten bei den langen Bällen Abstimmungsschwierigkeiten. Wenn man 3:3 spielt, klappt eben nicht alles. So wie der Spielverlauf war, war es ein Punktgewinn. Wir haben eine große Moral gezeigt. Wir wissen, was Miro Klose kann. Vertrauen zahlt sich im Leben aus."

Trainer Stuart Baxter (Finnland): "Wenn mir jemand vor dem Spiel gesagt hätte, dass es unentschieden ausgeht, wäre ich sehr glücklich gewesen. Aber nachdem wir gesehen haben, wie das Spiel gelaufen ist und wir drei Mal in Führung lagen, finde ich es sehr schwer, glücklich zu sein. Ich muss meiner Mannschaft ein unheimliches Lob aussprechen. Sie haben toll nach vorne gespielt. Unser Problem war nur, dass uns zum Ende die Kraft ausgegangen ist. Aus diesem Grund werde ich, wenn ich morgen aufwache, wahrscheinlich auch sehr, sehr glücklich mit dem Ergebnis sein."

Miroslav Klose: "So ist der Fußball. Ich habe mich nie anstecken lassen. Ich weiß, was ich kann. Wenn ich an mir arbeite, dann werde ich auch belohnt."

Robert Enke: "Das war heute ein undankbares Spiel für mich. Aber drei Mal zurückzukommen, das zeigt eine hohe Moral."

Heiko Westermann: "Drei Gegentore sind zu viel gegen die Finnen. Beim zweiten und dritten Tor stehe ich falsch. Aber wir haben eine super Moral gezeigt und hätten es verdient, zu gewinnen."

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