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Trochowski (m.) zählte zu den Lichtblicken im deutschen Team © getty

Durchatmen: Gegen Finnland hat die deutsche Elf viel Mühe. Klose rettet das Unentschieden. Die DFB-Spieler in der Einzelkritik.

München - Nach dem 3:3 gegen Finnland im zweiten Qualifikations-Spiel zur WM 2010 gibt es auf Seiten der DFB-Elf Licht und Schatten.

Mit drei Treffern bewahrte Miroslav Klose die DFB-Elf vor einer peinlichen Niederlage.

Grund zur Sorge gibt allerdings die schwache Vorstellung in der Defensive, die alles andere als sattelfest wirkte.

Mario Gomez erlebte wieder einen unglücklichen Auftritt im DFB-Dress.

Die Spieler in der Einzelkritik:

Robert Enke: Beim ersten Gegentor machtlos. Sah beim 0:2 aber schlecht aus, obwohl der Ball scharf geschossen war. Verhinderte kurz nach der Pause gegen Johansson zunächst einen weiteren Rückschlag, ehe er erneut hinter sich greifen musste. Konnte im Kampf um die Nummer eins keine weiteren Pluspunkte sammeln.

Clemens Fritz: Wie schon gegen Liechtenstein schwache Vorstellung auf rechts. Fehler in der Defensive und unpräzise Flanken kennzeichnen derzeit das Spiel des Bremers. Wurde in der 82. Minute für Andreas Hinkel ausgewechselt.

Serdar Tasci: Solide Vorstellung der Stuttgarters, der sich allerdings im Spiel nach vorne den ein oder anderen Patzer leistete.

Heiko Westermann: Rabenschwarzer Tag des Schalkers. War von Beginn an ein Unsicherheitsfaktor und leistete beim 0:1 durch Johansson mit einem Stellungsfehler Schützenhilfe. Beim 1:2 ließ er dann noch Väyrynen entwischen und beim 2:3 stand er ebenfalls falsch.

Philipp Lahm: Ließ sich in seinem 50. Länderspiel zu Beginn einmal übertölpeln, fand dann nie zu seiner gewohnten Sicherheit. Vor dem 0:1 sah er unglücklich aus, beim 2:3 ebenfalls.

Bastian Schweinsteiger: Mühte sich nach Kräften, konnte sich aber nur selten durchsetzen. Blieb weit unter seinen Möglichkeiten.

Simon Rolfes: Einige gute Szenen in der Offensive, aber auch einige Fehler im Defensivverhalten. Verpasste mit einem Schlenzer in der 71. Minute nur knapp das Tor. Insgesamt eine ordentliche Vorstellung. Musste in der 82. Minute für Bayer-Teamkollege Patrick Helmes vom Platz.

Thomas Hitzslperger: War vom Start weg um Ordnung bemüht, konnte den Ansprüchen aber nur selten gerecht werden und sich im Kampf um einen Stammplatz keine Vorteile verschaffen. Musste in der 69. Minute Gomez Platz machen.

Piotr Trochowski: Ähnlich quirlig und gefährlich wie in Liechtenstein. Glänzte beim 1:1 erneut als Vorbereiter und war auch ansonsten über weite Strecken der aufälligste deutsche Akteur.

Miroslav Klose: Zunächst wieder ein Schatten seiner selbst. Scheiterte nach einigen schwachen Aktionen in der 31. Minute per Kopf freistehend aus sechs Metern, schoss sich dann mit den drei Treffern zum 1:1, 2:2, und 3:3 aber aus der Krise. Für den Bayern-Stürmer waren es die Länderspieltore Nummer 42 bis 44, womit er auf den sechsten Platz der ewigen DFB-Torjägerliste vorrückte.

Lukas Podolski: Fand zu keinem Zeitpunkt ins Spiel. Der zweifache Torschütze von Vaduz fand kein Mittel gegen die kompakte finnische Abwehr und verzettelte sich ein ums andere Mal. Agierte nach der Gomez-Einwechslung aus dem Mittelfeld.

Mario Gomez: Kam in der 69. Minute für Hitzlsperger und machte einmal mehr eine unglücke Figur im Nationaltrikot. Hatte in der 79. Minute die große Chance zum Ausgleich und vergab diese kläglich als er kurz vor der Torlinie am Ball vorbeirutschte.

Andreas Hinkel: Wurde in der 82. Minute für Clemens Fritz eingewechselt und trat nicht mehr groß in Erscheinung.

Patrick Helmes: Kam in der 82. Minute für seinen Leverkusener Teamkollegen Simon Rolfes und sorgte für viel Alarm.

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