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Michael Ballack spielt seit 1999 in der deutschen Nationalmannschaft © getty

Der DFB-Kapitän will erst nach der WM 2010 entscheiden. Im Ausland sieht er sich positiver beurteilt. Von Özil schwärmt er.

Köln - Kapitän Michael Ballack lässt seine Zukunft in der Nationalmannschaft weiter offen.

"Ich entscheide nach der WM 2010, ob ich weitermache oder aufhöre. Das ist dann eine neue Situation für mich, die ich überdenken werde", sagte der 32-jährige Mittelfeldspieler vom FC Chelsea im Interview mit dem "Express".

"Solange ich den Ehrgeiz und den Spaß habe, spiele ich weiter. Ich entscheide im Ein- oder Zweijahresrhythmus."

Nach der WM wird entschieden

Der Nationalmannschafts-Kapitän richtet seinen Fokus aber zunächst ganz auf die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika.

Erst danach will er entscheiden, ob er auch noch die EM-Endrunde 2012 in der Ukraine und Polen in Angriff nehmen will.

Streit mit Podolski ist abgehakt

Abgehakt ist laut Ballack der Streit mit Lukas Podolski. Der Kölner Stürmer hatte Ballack am 1. April beim WM-Qualifikationsspiel in Wales (2:0) auf dem Platz geohrfeigt, ohne dafür aber von Bundestrainer Joachim Löw bestraft zu werden.

"Das ist abgehakt. Der Bundestrainer hat seine Vorstellungen, wie er die Mannschaft, seine Spieler und die Hierarchie sieht. Das, was in Wales passiert ist, war eine Disziplinlosigkeit. Es hatte nichts damit zu tun, dass Poldi meinen Status in der Mannschaft verletzten wollte. Das war eine ganz separate Geschichte", sagte Ballack.

"Einige versuchen, mir zu schaden"

Nicht verstehen kann der Kapitän, "dass in den Medien teilweise Stimmung gegen mich gemacht wird. Ich habe mich in den letzten vier Jahren bei einem Klub wie Chelsea bei jedem Trainer durchgesetzt. Das sagt alles", meinte Ballack.

"Natürlich habe auch ich Schwächen, wie jeder andere Spieler auch. Aber wenn einige wenige Medien bewusst versuchen, mir zu schaden, will man die Fans beeinflussen und bei ihnen negative Emotionen gegen mich erzeugen", so der Chelsea-Profi weiter. Im Ausland werde er "positiver gesehen und sachlicher beurteilt".

Großes Lob für Özil

Große Hoffnungen mit Blick auf den ersehnten WM-Titel setzt Ballack in den zuletzt angeschlagenen Bremer Mittelfeldspieler Mesut Özil (Einblutung im Knie), der wie Podolski (Wadenprobleme) am Mittwochabend erstmals am Mannschaftstraining teilnehmen konnte.

"Mesut Özil hat hervorragende Ansätze. Man kann hoffen, dass Deutschland mal wieder eine typische Nummer zehn mit all ihren Facetten bekommt. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Qualität nachwächst. Es ist ja kein Zufall, dass die U 21 gerade Europameister wurde", meinte Ballack.

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